Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
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[14 Glocke.

den Lehm gehörig abnehme, so schärft man dieselbe ander Ausschweifung yoa, Fig. 1005 etwas ab,beschlägt es mit Eisenblech, und feilet das Blech ge-nau nach der Zeichnung aus. Drittens wird von derSchablone in p, Fig. 1006, etwas weniges abge-schnitten, weil oben in der Form ein Loch bleiben muß.Man sieht also leicht, daß der Gießer, bey Befestig-ung der Schablone, mit einem Zirkel genau die Ent-fernung der Schweifung us von der Spille ia abmes-sen muß, damit die gehörige Weite der Glocke bestimmtwerde. Nunmehr läßt sich 1) der Rern verfertigen,welcher völlig dem innern Raume der Glocke gleichenmuß. jZuerst wird der Grand rr, Fig. 1006, oderein Fundament von Backsteinen gehörig gemauert.Diese und alle übrige Steine des Kernes werden an deräußern Seite rund abgehauen, und die Schablone be-stimmt, was man ihnen zusammengesetzt für einen Um-fang geben soll. Man sieht leicht, daß die Schablonep q r, wenn man sie an der Spille i e völlig umdrehet,in allen Puncten der Ausschweifung us lauter Kreisebeschreibt, und nach dieftn werden die Steine des gan-zen Kernes geleget. Der Umfang deö Satzes rr wirddurch den Ansatz der Schablone s r bestimmt, und dieSteine müßen das Holz berühren, weil sie es haltensollen. An allen vier Seiten dieses Fundamentes laßtman ein Zugloch, weil der Kern durch Kohlen in seinerAxe ausgetrocknet werden muß. -Daher wird die un-terste Lage des Fundamentes auch etwas zurück gezo-gen, damit die Flainme nicht die Schablone beschädige,und diese Lage heißt bey den Gießern der Fuß. Aufdem Fundament rr wird der Kernvxvx gleichfalls ausBacksteinen gemauert, und feine Gestalt durch das Um-drehen der Schablone por bey jeder Lage abgemessen.

. Doch muß das Mauerwerk von der Ausschweifung derSchablone us etwas abstehen. In der Are des Ker-nes aber muß ein Loch uyzw bleiben, worein glühen-