Glocke. 113
abbrennt, von der Mauer getragen wird. In derMitte dieser Stange befindet sich ein Zapfenloch, wor-in der Zapfen e einer eisernen Spille ei gestellek wird.Das obere Ende dieser Spille i läuft in einem Lochedes Balkens ad über der Grube, welches übergenauüber dem Zapfenloche der Stange gh seyn muß, da«Mit die Spille senkrecht stehe. Die Sp'lle mit derSchablone läßt sich bey dieser Stellung leicht abneh«men, wenn Feuer in dem Kerne brennt. Sie trägtbey kleinen Glocken zwey, und bey großen Glockendrey eiserne Arme oder Scheren kl, mn, welche nachihrer Länge einen Einschnitt oder Falz haben, der sichin I und m öffnet. In diese Falze wird die Schabloneeingeschoben, und mit einigen eisernen Schrauben obefestiget. Vorher muß aber das Bret, worauf dieSchablone gezeichnet ist, gehörig ausgeschnitten wer-den. Man stelle sich unter Fig. 1005ein Bret vor,worauf die Zeichnung entworfen ist, und gedenke sich,daß man zuerst das Stück vbaov ausgeschnitten ha-be; denn das ist die innere Gestalt der Glocke, welcheder Kern der Form, den man zuerst verfertiget erhal-ten soll. Dieses ausgeschnittene Bret wird in Fig.1006 , pqr, von den beyden Scheren kl, mn, undbey sehr großen Glocken noch von einer dritten, gehal-ten, damit es sich nicht bewege. Es ist hierbey aberNoch zweyerley zu bemerken. Erstlich verlängert mandie Standlinie ab, Fig. Ivo; a i, etwas in a, undlaßt an der Schablone unter der Zeichnung das StückSr > Fjg. 1006, stehen, welches nach Maßgebung derStandlinie ausgeschnitten wird. Die Absicht ist, dieSchablone an dem Fundament r r zu unterstützen, da-mit sie sich weder oben noch unten verrücke. Zwey»tens wird die Folge lehren, daß man die Schablonepqr, Fjg. 1006, mit.der Spille ie im Kreise tun dieForm herum bewegen muß. Damit man bey dieserVerrichtung nichts abbreche, und die Schablone auchOec.Enc.XlXLH. H den