Glocke.
1 43
"euen Glocke zu haben. Diesen findet und erhält man, wennman von eben diesem Metalle, nach Proportion der übrigen,kine Glocke gießen läßt, w >che nach dieser Tabelle 511 Pfundschwer ist, und im Diameter 2 Schuh 4 Zoll 5/0 Lin. Hai.Hat man sich nach den alten Glocken zu richte«, so ist es fm*Mer sehr schwer, den Aecord m treffen, und da wird man dochdach dieser Tabelle am nächste» beykommen. Läßt man aberein ganz neues Geläute machen, so ist dieser Vorschlag wohlder richtigste.
15 St. des Haimov. Mag«;, v. I- 1771-
Eö wird,aber eine Glocke dem Glockengießer nachdem Centner verdungen. Mit ihm darüber voraus zuhandeln, geht nicht wohl an, weil zu befürchten ist,daß er es hernach in der Arbeit abbreche, und solcheschlechter mache. Auch sind diese Leute von der Art,daß sie sich nicht leicht etwas abdingen lassen. Dochkönnen sie nicht wohl in der Bezahlung über 45 Rthlr.20 Gr. für den Centner, oder bey rohen und unauö-gefeilten Stücken, 10 Gr. für das Pfund, für ausge-feilte und geschliffene Arbeit aber, nachdem dieselbefein und sauber gemacht ist, 12, 16 bis 20 Gr. fürdas Pfund, steigen; dabey wird ihnen noch etwasfür Wachs und Talg zu den Formen und für das Bös-eren der Figuren, zu den Aufschriften und Zierrathen,^rwilliget, und zwar 10, 15 bis 20 Rthlr., nachdemdie Glocke groß ist. Erhält der Meister alles MetallZur Arbeit, so wird er das Pfünd nicht über 7 Gr. an»Nehmen. So viel solches betragt, wird ihm hernach«m Gelde abgezogen.
Das Einbinden einer Glocke, oder das Aufpassendes Hutes auf die Glocke, kann niemand geschickter^sorgen, als der Glockengießer. Doch muß das Holzöu dem Hute, und die Schmiedearbeit, besondersbezahlt werden. Gar nicht wohl gethan! ist es,^nn man sich selbst damit einlassen, oder einen beson.^ssSchmied dazu vorschlagen will. Hat der Gießerme Besorgung über sich, und steht in dem Accord oder
Con-