148 Glocke.
Lasern der Guß nicht gelingt, wie sich öfters zuträgt,sichr vieles Geld verschwendet wird. Dieses zu ver-meiden, würde man wohl thun, wenn man, an statt-es unnöthigen und überflüssigen GehenkelS, »achssrs-portion und Schwere der Glocke, einen Zapfen oderHals mit einer Scheibe, in Gestalt einer halben Kugelgießen und anformen wollte. Hieraus würde nochüberdies der große Vortheil entstehen, daß eine auf sol-che Art gegossene Glocke mit leichter Mühe und weni-gen Kosten umgedrehet, und eben dadurch verhindertwerden könnte, daß die Glocke, wie durch das bestän-dige Anschlagen auf einen Fleck geschieht, nicht dün»Und endlich gar unbrauchbar werde."
No. rz des Leipz. In». Bl. ». I-1769, S. 279.
Ich komme auf die Bewegung oder das Lätt-ten der Glocken, und dessenvorrheilhaftere Ein-'richtung. Die Glocken werden, um sie durch einevöllige Schwingung lauten zu machen, entwedergen, oder getreten. Derjenige, dessen Amt es ist, dieGlocken zu läuten, heißt der Glockenlstucer, oder,wenn die Glocken durst) Treten gelautet werden, derGlockentrerer, Fr. Clocheman, Sonneurdechche 8 *Das Ziehen mit Seilen ist vortheilhafrer, weil beydesTreten das Geläute stärker angegriffen wird, auch öf-ters Unglück dabey geschieht. Das Seil, womit ein«Glocke gezogen, und zum Lauten gebracht wird, heißtdas Glockenfeil, oder der Glockenstrüng. D'^Güte der so wohl zu den Lämglocken, als zudenThmw-Uhren, erforderlichen Seile und Leinen, wird an derFeinheit der Arbeit und des Gefpinnsteö am sichersten er-kannt. Sehr hark dürfen sie nicht seyn, weil sie sonstleicht springen. In Vorrath dergleichen einzukalffeN/ist weder nöthig noch nützlich. Man kann sie allezeitund bald haben; und je frischer diese Waare ist, destobesser ist sie. Die besten Teile und Leinen sind unstre^