Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
155
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Glocke. 155

den eiserne« Bolzen leicht umlaufen, und die Leine dicht ge-nug sey.

Feg. rol2 ®). Hier hängt die Glocke ca unbeweglich.Unter der Glocke geht eine runde Welle m, mit ihren Bolzen,in den ausstehenden Hölzern 0 unv n. An dieser Welle sindjwey krumme Arme, von Holz oder Eisen, rf und r-6. Umden Knöppel b ist eine Schnur, welche in den krummen Armenin ä und f angemacht ist. Wenn an der Welle m, bey denBolzen 0 eine Kurbel ist, womit man die Welle rechls undlinks drehet: so drehen sich auch die krummen Armer fundr ä, und schlag n den Klöppel bald in «, bald in c, so stark andir Glocke als nöthig ist.

Fig. rciir <V, ist eine Glocke a ohne Klöppel. Man fin-det in dieser Figur eine doppelte Bewegung vorgestellt. Obenbey n, ist über der Glocke eine Welle eq, und an solcher zurRechten ein hölzerner Arm en, von 3, 4 bis 5 Fuß, an dessenEnde eine Schnur n m herunter geht. Zur Linken der Welle»st der andere Arm von Holz er, welcher länger oder kürzerseyn kann, nur daß er die bald näher zu bestimmende Schwerehabe. An eben dieser Welle sind auch zwey krumme Arme, ei, 'und e c, von Holz, noch besser aber von Eisen, befestigt, wel-che in l, und c einen eisernen Hammer haben, wie derjenige ist,welcher bey den Uhren die Stünden schlägt. Diese Hämmermüssen so gerichtet werden, daß, wenn sie auf die Glocke schla-gen, sie den Ort treffen, wo die Glocke den besten Klang hat-Will man läute«, so zieht jemand in m den Strang mn hcr-abwärts, und der Hammer c schlägt an; läßt er nach, sodrückt das Gegengewicht r, und schlägt drn Hamnier b an dieGlocke. Und so geht es langsam oder geschwinde, stark oderschwach, gut oder schlecht, je nachdem Man die Läuter dazu an-gewiesen hat.

Unten ist eine ähnliche Bewegung. Die Welle sv geht iniwey aufgerichteten Hölzern. An dieser Welle sind wieder zweyeiserne Arme vx und lru, mit eisernen Hämmern x und u vcr»sehen. Wenn nun jemand in o die beyden kurzen Hölzer er«greift, und sie rechts und links drehet; so schlägt auch wechsel-weise der Hammer u und x an die Glocke 0, gerade aus denPunct, wo sie den besten Klarg gibt. Diese Bewegung ist ei-"e der leichtesten. Damit aber nicht zu stark mit den Häm-mern auf die Glocke geschlagen werde, so ist nöthig, daß un-ten an der Welle s v, zwey solche Hölzer, wie Fig. 1012 0 bey" und u zu sehen sind, angemacht werden, welche hindern, daß