Glocke. 157
den. Die beyden Glocken s und b sollen unbeweglich hangen.Ähre Klöpvel werden in k und p mit Schnüren gezogen, wie be-reits mehrmahls gezeigt worden. In der Mitte steht eine Säu-le sc, in welcher öden bey c eine doppelte Rolle eingesetzt ist,über welche die Schnüre von derGlocke a und b laufen. Bty äUnd f sind wieder zwey Rollen, in welchen die Schnüre laufen,die unten in g und h ein Gewicht, das in kin.n langen undschmalen hölzerne» Kasten läuft, haben, welches die Klöpvelnach s und b anschlägt. Wenn nun jemand unten bey or steht,Uns mit der rechten Hand die Schnur bcy e, mit der linkenaber ey o ansaßt, und sie wechselweise niederzieht: io schlägtrr den KlSpvel nach u und v an die Glocke; das Gewicht in hUndg aber schlägt ihn, in » und b, an b an. Und damit auch hieruicht zu gewaltsam angezogen werde, so sindabermahl die Dor-leg-hö!;er m und n angebracht. Weil doch nichts weiter zu be-wegen ist, als die beyden Klöppel, diese aber in den Glockenan Ringen hangen, und sich leicht bewegen lassen: so wird mannicht daran zweifeln, daß ein einziger Mensch beyde Glockengar wohl zum Läuten bringen könne.
Der Gebrauch dieser Maschinen bedarf keiner wei-kern Erläuterung. Zwo von diesen Maschinen sindwirklich im Großen angelegt und gangbar gemachtworden. Diejenige, welche in Fig. 1012 b ) abgebiUder ist, wurde 1769, auf dem oben beschriebenen, bau-fälligen und schadhaften Kirchchurme zu Kloster Ber-gen angelegt, und bis jetzt im Gange erhalten, so wohl 'Zu dem Gottesdienste in der Woche, als an Sonn-Und Festtagen, einzuläuten. Die andere Art, Fig.1012^, ist 1770 in dem Klosterdorfe Prester, aufidem dortigen, ebenfalls den Einsturz drohenden Kirch-türme, zu Stande gekommen.
Der Nutzen und die Vortheile von diesen Arten,die Glocken bey gorresdienstiichen Uebungen zu ge-brauchen, soll nur kurz und summarisch, zur Prüfung"ud zum weitem Nachdenken, frageweise angeführtwerden.
Könnte nicht durch einen ganz geringen Auftvand
Kosten, so mancher umgebauete Kirchthurm, für
Risse