Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocke,

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tigt war, sondern auch dieser Vortheil bey der kleinen und gro-ßen Glocke aus dem Kirchkhurme zu Kloster Bergen im Große»war angebracht worden: so ließ man auf dem öffentlichenSchulactus i ?68 ein Gespräch über das Modell von einigenScholaren halten. Unter diesem Gcfträche wurden die beydenGlucken auf die neue Art, Fiq. 1012 ^ und b), geläutet.Die mit einander sich besprechenden Scholaren hielten etwas inihrem Gespräch inne, weil vereine davon seinen Commilitonen,und der ganzen, zahlreichen und vornehmen Versammlung be-kannt machte, daß dieses Lauten mit den großen Glocken aufdem Thurme zu dem Ende angeordnet sey, damit man destowebr überzeugt würde, daß, was man im Kleinen, an demModelle gesehen und gehört, auch möglich und vorkheilhast imGroßen anzubringen sey. Dir gesammle Versammlung schiendarüber in Verwunderung und Vergnügen zu kommen. DieSache erhielt ziemlichen Beyfall; denn man war von derMöglichkeit, durch die Wirklichkeit dieses Läutens im Großen,genug überzeugt.

Man könnte etwann folgende Einwendungen und X>ct»würfe gegen diese Erfindung mach n: Der Klang derGlocke wäre nicht mehr so rein, hell, harmonisch, stark, verän,dert, wie vorher; die Schnüre würden oft reißen, die Rollenin ihren Gabeln stocken, die Bolzen in,den Rollen brechen, undder Klöppel bald zu stark,, bald zu schwach, bald gar nicht an-schlagen; bey öffentlichen Gottesdiensten, bey Leichen und an-dern Fcyerlichkeiten würde dieses große Bewegungen anrichten,wenn an der Glockenmaschine etwas risse oder bräche, undman nicht fortläuten könnte; es würde ein seltsamer, unange-«ehmer, einförmiger Ton, oder eine Monotonie, bis zum Ekelgehöret werden; so viele Personen, welche noch einen GroschenGeld mit dem Läuten verdienten, brächte man um ihr Brod,Und erregte ihnen Kummer und Seufzen, u. d. gl. Hieraufaber dient Folgendes zur Antwort. Was das Erste betrifft,daß der Klang der Glocke nicht mehr so hell »nd starke reinund harmonisch sey, als vorhin, so ist dieses wohl gewisser Ma-ßen wahr; allein, der Fehler liegt alsden» daran, daß theilsder Klöppel, oder der Hammer, was man nun gebrauchenwollte, entweder nicht an dem rechrenOrte anschlägt, theils vondenen Personen, die das Läuten verrichten sollen, nicht gehö-rig angezogen wird. Werden aber die Leute nur etwas abge-richtet, wie sie ziehen sollen, so ist der Klang so hell und stark,und auch so sonorlsch, als er vorher gewesen; ja, man hat in