Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocke.

Man ist endlich auch auf eine Maschine, welcheselbst läurer, bedacht gewesen. Diese istzumMor«genläuten besonders bequem; und man kann sie so ein»richten, daß das Läuten gerade zu der Stunde, wennman will, erfolge. Es hat damit fast gleiche Bewandt«niß, als. mit einem Weckerwerke. Es wird von derThtirmuhr, an die es angehängt wird, auögehoben, anden Glocken über sind zweyHämmer angebracht, welchein solchen Intervallen, als derKlöppel von einer Seitezu der andern sich beweget, auf die Glocke schlagen.Es beruhet auf der Einrichtung, so viel Schläge thunzu lassen, als man will. Weil es auch an den meistenOrten eingeführt ist, daß nach dem Morgenlauten mitder Glocke noch besonders angesihlagen wird: so kanndie Einrichtung getroffen werden, daß auch dieses durcheben dieselbe Maschine erfolge.

No. 21 deS Leipz. I»r Bl. v. I. »778/ ©• 188.

In denen Dörfern, wo sich keine Kirchen befinden,sollte billig doch eine mäßige Glocke angeschaffet, undin einem besonders dazu eingerichteten Gebäude, wel-ches man ein Glockenhaus nennt, aufgehängt wer»den , damit in vorfallenden Unglücks - oder andernNothfällen so wohl, und insonderheit zur Nachtzeit,durch den Wächter ein Zeichen damit gegeben, als auchaußerdem zur Versammlung der Gemeine, und da»Uvornehmlich zum Morgen-Mittag-und Abendläutengebraucht werden könnte.

Der Gebrauch der Glocken ist seit langen Zei-ten her mannigfaltig gewesen; davon auch verschiedeneBenennungen zeugen. So hatte man z. E. einercnglocke; denn wenn der Abt eines Klosters einmahlnach seinem Kloster kam, so ward er mit Lauten bewill-kommet. ' So wurde auch der König von EnglandRicbarv unter einem Claffieo campanarum empfange»'

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