Glocke.
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. An einer Glocke zu Untcrpöltz bey Ilmenau im Weimari-schen, welche 1749 gegossen worden, isr auch nur die eine Ab-!>cht der Glocken, die Zusammcliberusung desVoikes zumGot-lcsdicnst ausgedrückt, indem darin steht:
So bald mein lauter Rlang dir in die Ghren fält.So säume dich ja nicht, komm zu des HErren Zelt,Ich ruf dich zu dem HausN)o man theilt Segen aus.
Ioh. will). Schwaben von Gocc gesandte Dachen an dieMenschen, nur und ohne Leben, bey Gelegenheit zweyer neu,gegossenen Glocken, Dom. 2 polt Trin. aus Luc. 14 vorgestellt.Neustadt in der Orla >7*0, 4.
Der zweyte Gebrauch der Glocken ist, daß sie beyTodesfällen und Beerdigungen der Leichen ge-lautet werden. Die Absicht ist eigentlich, die nochLebenden ihrer Sterblichkeit und nöthigen Vorbereit-ung zum Tode zu erinnern, besondere aber sie zum Ge-beth aufzumuntern. Daß eö schon eine sehr alte Ge-wohnheit sey, die Glocken bey Sterbefällen zu läuten,kann man auö der Inschrift schließen, die sich auf eini-gen sehr alte» Glocken findet, und daher auch wohl aufneuere Glocken gefetzt worden ist:
In Freud und LeidBin ich bereitIn Noch und TodBin ich der Both.
Ja, man findet Spuhren, daß man schon im ytenJahrhundert nach Christi Geburt, nicht nur zu An»fange des Gottesdienstes, sondern auch, wenn einErerbender in den letzten Zügen lag, geläutet habe,um nähmlich die Lebenden zum Gebeth und Fürbittedadurch zu erwecken.
Es ist auch noch bey uns Protestanten erlaubt, undun verschiedenen Orten gebräuchlich, zur Zeit einesschweren Gewitters mit Glocken zu läuten.Allein, dies thun wir aus andern Grundsätzen, als esL 5 bey