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bey den Katholiken geschieht. Es geschieht nicht i»der Meinung, als ob die Weihe der alten Glocke ihrenKlang so heilig und kräftig mache, daß durch ihren hei'ligen Klang das Gewitter, sammt dem Satan und sei'neu Werkzeugen, verjaget werden müßten. Wir thunes auch nicht hauptsächlich in der Absicht, als ob derGlockenklang ein natürliches Mittel wäre, die Don*nerwetter und dicken Wolken zu zerstreuen, und »ochweniger, als ob das Geläute die Kraft hätte, die ©***ster in der Luft zu erschrecken und zu verjagen; soN'der» unsere Absicht bey dem Läuten der Glocken zufZeit des Gewitters ist nur diese, daß jedermann sichmit andächtigen: Gebeth zu dem Herrn wende, voßwelchem eö heißt: Unser ( 0 ot? kommt und schrobger nicht. Fressend Feuer geht vor ihm hek,und um ihn her ein groß Wetter. Ps. zo, 3.
Ein sehr nützlicher Gebrauch der Glocken ist noch,daß sie uns täglich zum Gebeth ermuntern oderdoch daran erinnern. Wir haben zwar den ap0'stolischen Befehl: Bether ohne Unterlaß! worauseinige Fanatici und die Quäker die Folge gezogen h<"ben, daß also der Gebrauch, die Bethglockeschlagen, dem Worte Gottes zuwider sey, weil dieLeute dadurch zu der Meinung verleitet würden, alsob das Gebeth nur täglich drey Mahl, und nicht stund'lich und stets geschehen müsse. Allein, es bedarf kei'neö weitläuftigen Beweises, daß jene Pflicht des utt'ablässigen Gebethes durch diese dreymahlige Bethgld'cke oder öffentliche Aufforderung zum Gebeth, 3 slfnicht gestöhret werde, sondern gar wohl dabey besteht.Die Zeit, wenn die Bethglocke geschlagen wird, 'stverschieden. Bey uns geschieht es Morgens um 5 >-Mittags um 12, und Abends um 5. Was die Mder Bethglocke betrifft, so wird an einigen Orten,gleich nach dem Schlage der Glockenuhr, mit einer an«