Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocken? Spiel.

den diese Glocken in der Ordnung hingehänget, dochso, daß sie nicht wanken; und unter, zuweilen auchaußerhalb der Glocke, wird ein Häminerchen ange«bracht, welches darauf schlägt. Allein, es würde derKlang bald unterdrückt werden, oder ein Rasseln ent«stehen, wenn der Hammer auf der Glocke liegen bliebe;daher unter jedem Hammer eine Feder anzubringen ist/welche denselben sofort wieder zurück stößt. Die 29 ^rvegung solcher Hämmerchen, und die Bewegung desganzen Werkes geschieht entweder, wie bey den KÜ'chenorgeln, durch den Wind, zu welchem Behuf eineWindkammer gebauet wird. Oder, es wird das Werk,wie bey den Drehorgeln, durch horizontal oder vertiefangebrachte Cylinder (Wellen oder Walzen), woraufdie Melodien durch eingeschlagene Stifte oder Ar^abgestochen werden, regieret; wenn nun diese Wa^durch ein Gewicht gedrehet wird, wie bey einem Uhr'Werke die Räder: so treffen diese Stifte oderArU^auf diejenigen, daran die Hämmerchen durch laN'Hsubtile hölzerne Stangen (welche Abstrakten genanffwerden,) befestigt sind, bewegen dieselben, und verU^fachen den Anschlag. Die Glockenspiele, welchr,theils an einer Orgel, theils außer derselben, durKClaviere regiert werden, sind, wie leicht zu erachten »I'etwas schwer zu spielen, weil die Hämmerchen, jutttsly'wo große Glocken sind, durch die Federn zurück geck *'ben werdet». Bisweilen gehen sie durch das ga^Clavier; bisweilen aber hat man nur 2 oder 3 Octav^'

Ein wohl gemachtes und gut angegriffenes Glockenspiel Äeinem Hauptthu-rme, ist eine Zierde der Stadt, und machte«eben so durchdringende, als angenehme Musik. Es ist l1481 ausgekommen, und ,war im östreichischen 5 (cinD ;‘ D tDas erste Glockenspiel soll zu Aalst oder Aelst, der Haup's"in der Grafschaft dieses Nahmens, am Flusse Dender, v»'tigt seyn. Wer in den großen Städten, Hamburg,Kopenhagen, Berlin, Potsdamrc. gewesen ist, wird die '-'.ckenmufik mit Vergnügen gehört haben, welche theils veo^