Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
195
JPEG-Download
 

Glocken-Thaler. 155

Jahres, durch einen zu Braunschweig errichteten Erb-theilungsreceß, das wolfenbüttelifche Fürstenthuin zu-geeignet wurde. In eben diesem Jahre ward, zu Pragein Friede geschlossen, und vermöge der in diesem Frie-densschlüsse enthaltenen Puncte, sollte Wolfenbüttelvon den Kaiserlichen geraumet, und dem HerzogeAugust wieder überlassen werden. Allein, die Kaiser-lichen befürchteten, es möchten die Schweden sich noch.Mahls in dieser Festung festsetzen, und weigerten sichdieselbe zu verlassen. Herzog August war dieser Com-plimente überdrüssig, und nahm sich vor, Wolsenbüt-tel durch Gewalt der Waffen wieder zu erobern; alleinvergeblich: denn der Erzherzog Leopold von OestreichMachte Anstalt die Festung zu entsetzen, und HerzogAugust mußte unverrichtetcr Sache wieder abziehen.Endlich wurden im J. 1641 in Goslar, And 164z zuBraunschweig, Unterhandlungen gepflogen, nach de-ren beyderseitigen Inhalte die Stadt und Festung demHerzoge eingeräumet werden sollten. Es wurde der12 Sept. zu der Ueberlieferung anberamek, welche aberdoch erst am folgenden Tage geschah. Den 19. hieltder Herzog seinen Einzug daselbst, und gelangte end.lich nach i6 Jahren wieder zum ruhigen Besitz seinerollen fürstlichen Residenzstadt. Dieser lange Verzugalso, welchen Herzog August wegen der Wiederem-raumung dieses Ortes, bey aller seiner vielen Mühe,borgen und klugen Anklagen erdulden mußte, unddie große Schwierigkeit, welche man ihm machte, gabdemselben Anlaß, seine Gedanken davon auf diesen Tha-lsen, auf eine hieroglyphisch- Art, vorstellig zu ma«^en. Es werden deren gemeiniglich sieben zur SuiteLerechnet, welche schwerlich und kaum mit großen Ka-uen zusammen zu bringen sind. Die Erfindung zu den-silben soll der bekannte würtembergische Theolog undMjfH. braunschweigische geh. Kirchenrach, lr. Joh.Talent. Anvreä, ein sinnreicher Mann, gegeben ha.

N 2 ben.