Glücks-Gut. Glücks-Händchen. 219
dem Publikum abgenommen hat, wenn man zumahl erwäget,vaß er die meisten Waaren schon öfter als einmahl gebrauchet,selbige den Gewinnenden bey dem Abgehen um ein Spottgeldwieder abgekaufet, und diese hernach an andern Orten ebenfall«wiederum dazu angewendet hat. Nicht minder werden zu ser-nem Profit allerdings auch die Lrankgelder für seine Leute, wo°urch ihnen viclce wieder zugefallen ist, noch mit anzurechnenfegn. Allein, man setze auch den Fall» daß , welches jedochZar nicht glaublich ist, von den g;c>oFl. allenfalls noch 500
abgegangen wären, so ist doch das Land allezeit sicher um3 ooo Fi. verkürzet worden, welchen Schaden Soldaten, Bau-kr» und andere gemeine Leute auf die schmerzhafteste Art zu em<k!>ndcn hatten.
Noch ein Umstand, der bey diesem Glückshasen besonder-^deutlich schien, ist nicht mit Stillschweigen zu übergehen.^0 bald sonst aus den hochsürsilichen Landen einiges Vermögen,durch Verheurathung, durch Erbschaften, durch Wegziehenr>nes Einwohners, hinaus geht, muß solches allemahl richtig^rrnachsteuert werden, und darauf wird mit allem Ernst gese-vch; dieser Glückshasnrr hingegen, welcher sicherlich 300© Fl.w>t sich hinweg gebracht hat, blieb gleichwohl damit verschont,""geachtet er sich mit deren Erwerbung weniger hatte bemühen"ud plagen dürfen, als ein Unterthan. In andern Ländernwird bey kottenen, von den Gewinsten das Abzugsgeld alle»wähl abgezogen; warum sollte dieses nicht auch bey den Glücks«Häfen geschehen, die ja wohl noch weit mehr beleget werden'»nuten, weil ein so beträchtlicher Vortheil! in gar kurzer Zeit,vhne großen Aufwand errungen wird?
Elucks-<glut, ein Gut, dessen Erlangung und Bewahr«ung Mehr von dem Glücke, d. i. der Verbindung vor-teilhafter Umstände außer uns, als von uns selbst ab-^Ugt. Reichthum, Ehre, Gesundheit, hoher«. s. f. sind solche Glücksgütex. Siehe auch^ Art. Glückseligkeit.
--Händchen, im gem. Leben, der Nahme einer""urzel, welche an dem Fichtelberge gefunden wird,und einer halb geschlossenen Kinderhand ähnlich sehenwomit die Einfältigen allerley Aberglauben trei-bn, indem man glaubt, daß derjenige, der sie bey sich
- trägt,