Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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265
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Göpel. 265

Diejenigen,' welche die Pferde zum Treiben lehnen, bekom-men für eine Schickt, worin sie eine g riffe Sack- ober Tou-»enjnhl treiben mnsiea, ein aewisscs Geld.

Die Pferdegöpel werden nur da gebraucht, wokeine Ausschlagewasser sind, weil diese Förderung alle»Zeit kostbar, doch aber nicht so theuer ist, als die mit Men-schenhänden, welche man jedoch unter gewissen Umstän-den, besonöers, wenn die Schächte nur einige Jahreim Gange sind, dem Pferdetrciben vorziehen muß,weil die Erbauung dieser Maschinen allezeit mit gro-ßen Kosten verknüpft ist.

Eine solche Maschine muß, um die Friction zuverhindern, fleißig geschmiert werden. Damit das' Schmier besser halten möge, so besichlägt man dieSpuhr mit Thon und Hammerschlag.

Schon im Jahre 1578, und im Anfange des i7tenJahrhundertes, hat man am Harze auch mit Wind-Göpeln die Erze und Berge aus den Gruben zu för-dern gesucht; diese Maschinen aber sind gar bald wie-der abgerissen worden, weil sie den Vortheil, den mansich anfänglich von ihnen versprochen hatte, nicht ge>schaffet haben. So lange, als die Maschinen auf dieErz - und Bergbeförderung warten müssen, wird auchder Wittdgöpel von keinem Nutzen seyn, weil derWinddicht wehet, wenn man es haben will. Wird indesseneine solche Maschine so eingerichtet, daß man, wennder Wind nicht gehet, Pferde anspannen kann: so istsie noch von einigem Vortheil. Mit größerm Nutzen«ber bedient man sich allezeit der Pferdegöpel, weil manvey dem Windgöpel in der Förderung keine Ordnunghalten kann.

Wo hinlängliches Ausschlagewasser vorhanden ist,da wird, bey großen Grubengcbäuden, der Waster-Göpel, das Rehrrad, oder die Treibkunst, nichtvhtte vorzüglichen Nutzen erbauet und gebraucht.

R 5 Weil