Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
275
JPEG-Download
 

Gold.

275

he Gleißen. Figürlich auch gemünztes Gold.hundert Thaler in Gold,, gemeiniglich in Golde.Eine Summe in Golde bezahlen, besser in Gold.In Schleßwig hält eine Hufe Landes sechs MarkGoldes, vermuthlich, weil sie ehedem so viel galt.Sre ist eine Frau die nicht mit Golde (mit Gold) zubezahlen ist. Jmgleichen goldene Gesäße; wie auchdie glänzende Goldfarbe, in der hohem Schreibart. ImOberdeutschen braucht man es auch von dem Goldglay«ze der untergehenden Sonne.

Als Bestandtheile dieses Metalles, gibt mani) einen lautem und fest gediegenen oder feuerbestän-digen Schwefel, 2) ein vollkommen reifes und reinesQuecksilber, g) ein Salz, und 4) eine Erde, an, wel-che insgesammt innigst mit einander verbunden sind.Man beweiset die Gegenwart des Schwefels aus derFarbe, des Quecksilbers aus der Schmelzbarkeit, unddes Salzes so wohl, als der Erde, aus derBerglasimKdes Goldes vor den großen Brennspiegeln; ihre in-nigste Verbindung aber aus der Unzerstörlichkeit desGoldes.

Die Eigenschaften desselben sind also folgende:r) Es hat nach der Gegend, darin es gegraben wird,bald eine blaß-, bald eine hochgelbe Farbe. Dasamerikanische Gold ist bleich, und das malakassifche,welches auf Madagascac gefunden wird, wird als ganzbleich beschrieben. Man will zwar auch in Böhmen,Nicht weit von Prag, weißes Gold gesunden haben;allein, dieses ist etwas außerordentliches, und vermuth-lich dürfte ,diese Bleiche und Weiße von etwas andermeingemischten herrühren. Man macht, zwar das wei-ße Gold, welches seit 1741 an dem Rio di Pinto indem spanischen Amerika gefunden wird, und daher denNahmen Platina di Pinto führt, zu dem achten Metall;ollein, die neuern damit angestellten Versuche machendie Meinung des Hrn. Grafen v. Bussen immer

S 2 wahr-