Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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282 Gold.

noch von dem Schwefel, noch von den Alkalien, auf-lösen. Doch gibt es zwey große, aber zusammenge-setzte Auflöfungsmittel. Das erste ist die Vermisch"ung des Kochsalzes und Salpeter-Sauren, welches die

Chemisten Königswasser oder Goldscheidewassernennen, weil es den König der Metalle auflöset; unddas zweyte ist die Vereinigung des feuerbeständigen Al-kali mit dem Schwefel, welches unter dem NahrneUder Schwefelleber bekannt ist. io) Mit (Quecksilberlaßt sich das Gold unter allen Metallen, am liebstenvermischen oder amalgamiren; und endlich x i) rvi-versteht dasselbe im Feuer dem Bley und SpießglKö/daher es vermittelst derselben von andern Metällen ge-reiniget werden kann; von welchem allen weiter unteueine ausführlichere Anzeige geschehen wird.

Aus dem bisher angeführten erhellet der VorZUssdes Goldes vor andern Metallen, und daßmit Recht für das köstlichste und vollkommenste Metallgehalten werde; daher ihm auch besonders die Chenu-sten, Alchemisten und Laboranten den prächtigen Nah-men: der Röntg der Metalle, Rex metallorum, dieSonne, Sol, u. f. w. beylegen, und es mit dem % e¥chen der Sonne 0 bemerken. ,

Ob es möglich sey, durch die Runst Gold 3 l *machen, oder die unvollkommenern Metalle in Geldzu verwandeln, und ob es also so genanntes philoio-phifches oder alchemistisches Gold gebe, werde in de>uunten folgenden besondern Art. Goldmachen unter-suchen. Hier habe es nur mit dem voll der Natur er-zeugten Golde zu thun.

Wie uns die h. Schrift allerley ganz einfache kurzeNachrichten von der allerältesten Naturgeschichte über-liefert: so zeigt sie uns auch unter andern an, daß >uderjenigen Gegend, wo das erste Menfchenpar vonGott eingesetzt worden war, ein Fluß, Pifon genannt.