Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
285
JPEG-Download
 

Gold. 285

lcr Schiffe etne Königinn aus Arabien zu Salomo gekommen,weiche durch die erhaltenen Nachrichten von seiner großen Weis,Veit und klugen Veranstaltungen im Lande begierig worden,"irsen König selbst von Person kennen zu lernen; welcher Ruhmunfehlbar von jenem Schiffsvoike in ihrem Lande ausgebreitetworden war. Diese Königinn brachte nun unter andern demsalomo, zum Zeichen ihrer Ehrerbiethung, nach her Landcs-^ewohnheik, von den Früchten ihres Landes ein Geschenk vonI^o Cent. Gold; i Kön. 10, 10. An eben diesem Orte,D. 14, 15, findet man auch, baß Salomo in einem Jahre666 Cenln. an Golde erhalten habe, ohne was von den Kauf-leuten, von allen Königen auö Arabien, und von den Vor»lschmsten in den Ländern eingekommen sey. Von diesem über-schwenglich großen Ucberflusse des Goldes, so dem Salomo vonEn Orten zugeführt wurde, kam es nun her, daß alle Trink-^eschwre des Königs und alle Gefäße im Hause vom WaldeManon von läutern Golde verfertigt worden, uud daß man"amahls das Silber gar nicht geachtet hat; iKön. 10, 21.

Sein Vater, der König David, hinterließ ihm 100000 Centn.Gold, so er zum Tcmpelbau zusammengebracht halte; i Chr.23,14; und 2 Chr. r, r? wird gemeldet, daß Salomo soviel Gold und Silber nach Jerusalem eingebracht habe, daßwan es mik der Anzahl der Steine, Cedern und Maulbeerbäu»wen in den dafigen Gründen hätte vergleichen könne».

Nachdem das Gold an das Tageslicht gebracht,Und für das vorzüglichste Mittel erklärt worden, so folg.k'n in der That die goldenen Zeiten, welche Proper; (*)"esinget. Man fing an mit vielem Schweiße und mitgroßer Sorgfalt die Erde umzuwühlen, um das Goldvoraus zu hohlen.

Ltkodiuncue opes, irritamenta malorum;

Jamque nocens ferrum, ferroque nocentius aurumProdierat.

Die mehresten Völker begnügten sich nicht bloß da-dasjenige Gold zum Gebrauche zu suchen, was"er Strich des Erdbodens, den sie bewohnten, in sich

enk-

(*) Aurea nunc vere tunk fecula, plurimus auroVenit honor, auro tonciliatur amor,'

Aura pulsa freies, auro venalia iura,

Aurum lex lequicur, mox (ine lege pudor.

Proper». L, J, 13.