Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 315

wa« kaum glauben kann, was einige Aufseher von französischenschiffen, die ausser Goldküstezu handeln gewesen find, daeon qe«schrieben haben, da sie berichten, daß der König van Tasouein Stück Gold von der Picke einer Bariqne oder eines Fasses,u»d die Könige von Fetu und Acanni, jeder eines haben sollen,welches von der Größe eines Scheffels wäre, Eine dritte SorteGold ist 3) dgsGoly von Acanni und von Fetu, welches indem Erdreiche gesunden wird, das man ngch Beschaffenheitder Orte mehr oder weniger umwühlen, und darein man tieferkrabeg muß, oder nicht- Dieses Gold iss nur von 20 bis 21Karat,

Das Gold, welches aus den Bergwerken und aus der Erdegezogen wird, ist nicht geläutert, wenn es die Mohren an dieEuropäer verhandeln, und fie bringen es ihnen so, wie sie esdaraus gezogen habe», an Bord; dqhrr man sich gut darausverstehen muß, die Güte hes Minerals zu erkennen, wenn um»nicht betrogen seyn will. Es gehört auch keine geringere Ge«kchicklichkeit zum Handel mit dem Stgubgolde, rndem dieseBarbaren kleine Stückchen Kupfer, oder Feststand von Kupfer«**en Nadeln, so fie <U.uaquarg nennen, darunter mengen, oder^ bey dem Gusse vermischen, insonderheit zu Conwndo, wodie größten Betrieger von der Küste find. Jedoch sind es nurdie klemm Kaufleute, denen man nicht trauen darf, weil dieGroffierer, oder ihre Mäkler, ziemlich anseickrig sind.

Der Goldstaub ist in Guinea das gangbare Geld,, womitalle Sachen, die man kaufet, bar bezahlet werden. Wenn diebache nicht viel kostet, so wägen sie das Gold aus der SpitzeMes Fingers; kommt sie aber hoch, so bedienen fie sich derB^ageschaien. Eben dieser Goldstaub ist auch der Maßstab,ve>ch welchem sie, in dem Handel mit Europäern, dm Werthder Dinge bestimmen. Werden z. B. 2 Unzen Goldstaub für"En Preis eines Mohrensklavcn festgesetzt und verabredet: sowüsten die Engländer von ihren mitgebrachten Waaren so vielevergeben, als 2 Unzen werth sind, um einen Sklaven rinzu»keuschen (*), Es geht nähmlich der Verkäufer in die Schanze,und suchet sich so viele Waaren aus, als 2 Unzen betragen.

Da-

Eine Unze Goldstaud wird an einigen Orte» der Küste in 1«,an andern in is, auch wohl in 14 Stangen, oder Barren ab-getheilt. Ist der Kaur z.B. für 2 Unze» und g Stangen ge-schlossen : so suchet sich der Verkäufer des Sklaven so viele«iglische Waare» aus, als j-J Unze Gold, d. i-'-o Pf.Cterl. werth sind.