Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
340
JPEG-Download
 

340

Gold.

fit ihre Substanz eindringen. Daher muß, we«» eine kräftigtReinigung des Goldes durch diese Methode hervorgebrachtwerden soll, das Metall wieder umgeschmolzen, zu dünnenBlechen gemacht, und übermahl den Dämpftn ausgesetzt n»Mden. Im Grunde aber ist dieser ganze Proceß, man mögtihn entweder als eine Methode zur Reinigung des Goldesoder zur Versicherung der Lauterkeit desselben betrachten, sck*beschwerlich, und daher ist er heut zu Tage selten mehr grbräoch'lich. Man braucht ihn vornehmlich our zum Herausbringt»des Silbers oder der unedeln Metalle aus der Oberstäche desGoldes, uud um solchergestalt dem legierten oder bleichenGolde eine nur flache oder auswendige Lauterkeit und hohrMbe mitzutheilen.

Bey der Läuterung des Goldes von der Platin«,dem Silber, und den unedeln Metallen durch dasRönigs-LVassev, laßt dieses, bey Auflösung desGoldes, das etwann mit demselben vermischte Silberzurück, und hernach wird, durch den Zusah gewisserKörper zu der Solution, das Gold aus derselben ge-schieden, ohne daß sich zugleich auch andsre Metalledadurch absondern ließen, da denn solchergestalt dasGold mit gar leichter Mühe zur äußersten Lauterkeit

gebracht werden kann.

Man schüttet das entweder zu dünnen Blechen ge-machte, oder gekörnte, Gold in, dem Gewichte nach/ungefähr dreymahl so viel Scheidewasser (Aquafort)von mäßiger Stärke, bringt das Gefäß in eine gelindeHitze, und thut etwas Seesalz hinzu. Die Auflösunggeht sogleich mit einem ziemlich starken Aufbrausen vorsich, und sobald dieses aufhört, darf man nur noch ek'was Seesalz nachschütten, da es alsdenn wieder vonneuem anhebt. Von dem Seesalze muß man innnerwenig auf einmahl so lange hinein werfen, bis allesGold aufgelöset erscheint. Die dazu gehörige Quanchtät Salz ist insgemein ungefähr ein Drittel des Sch^'dewassers. Alsdenn wird der klare Theil der Solutt-on abgegossen, und der Ueberrest durch ein doppeltesLöschpapier filtrirt. Die unaufgelöstte Materie wird