Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 347

Golde überaus langweilig wegzubringen wäre. S»bald die Schmelzmasse auf der Oberfläche Funken vonsich sprudelt, und ganz klarflüssig aussieht, gießt mansie in eine kegelförmige kupferne oder eiserne Form, odereine so genannte Gießbuckel, aus, welche inwendigMikTalg bestrichen und überall gleich heiß gemacht seynMuß, so lange bis der Talg raucht. Die Unterlage,oder die Stelle, worauf die Gießbuckel steht, bringtMan durch einige gelinde Hammerschlage, oder durchRütteln, in eine zitternde Bewegung der flüssigen Ma-wrie, damit sich dadurch das Gold herab senke. Wennbie Materie eine Festigkeit oder Dichte erlangt hat, istsie gar leicht heraus zu bringen, indem man die Gieß»Buckel umstürzet, und einige Mahl mit einem Ham-Mer sacht darauf schlägt. Diese metallische Masse be-sieht aus dem Golde, welches/ an lratt feines vorigenZusatzes, mit dem Metalle des Spießglafes vermischtist. Da aber ein Theil des Zusatzes desselben derWirkung des Schwefels noch entwischt seyn kann,Muss man, wofern man das Gold höchst lauter habenwill, dasselbe wieder auf eben die Art mit eben so vielfrischem Spießglase schmelzen, und den Proceß zumdritten, auch wohl gar vierten, Mahl wiederhohlen.Bey diesen letztern Schmelzungen nimmt das Goldweiter keinen Zusatz mehr von dem Spießglase an; in-dem sich das Metall des Spießglases bloß nach demVerhältniß, als sich der Schwefel desselben aus feinemeigenen Metalle in den Zusatz des Goldes hinein zieht,Mit dem Golde vereiniget.

Um das Metall des Spießglafeö von dem Goldeabzusondern, wird das Mengst! in einen starkenSchmelztiegcl gethan, und selbiger in einen geschicktenOfen gesetzt, worin das Feuer in dem Grade unterhal-tn wird, daß die Materie zu einer glänzenden Ober.Fläche zerfließen kann. Alsdenn richtet man ein Ge.blast auf die Schmelzmasse, vemüttelst einer an einen