Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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367
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Gold. 367

Theile wesentliches Rosmarinöhk mit 1 Th. des in Königs.Wasser ausgelöseten Goldes vermischt, hernach das von demGolde entblößte Königswasser von dem wesentlichen Okhle,Welches mit demselben angesüllt ist, scheidet, und das letztere infünf Mchl so viel rectificirtem Weingeist auflöset. Diese Be-reitung ist eben diejenige, welche in der neuern Ausgabe der^bywjc des Lemrry unter dem Nahmen o. potabie deMa*demoiselle Grimaldi beschrieben worden.

Ucbrigens sind alle Goldkincturen nichts weiter, als natür««chrs Gold, welches überaus getheilt und in einer öhlichkenFeuchtigkeit schwimmend gemacht worden. Es sind daher, ei-gentlich zu reden, gar keine Tinkturen; und sie können auch»>chk weiter trinkbares Gold genannt werden, als in so fernwan mit diesem Nahmen nur den Begriff verbindet, baß dasGold in einer Feuchtigkeit schwimmt, und in so feine Theile gc.bracht worden daß es selbst unter der Gestalt eines Liquors ge-trunken werden kann.

So geringe aber nun der Nutzen des Goldes, undder aus demselben verfertigten, so eben angezeigten chy-wischen Zubereitungen in dem menschlichen Körper ist:so gvoß ist hingegen der übrige Nutzen dieses Me-talles, und der daraus gemachten und vorhin an-Zrführten mechanischen Zubereitungen. Denn,was i) das gemünzre Gold betrifft: so ist solcher,*veil es in einem kleinen Raum einen großen Werthenthalt, jm Handel und Wandel vor andern am be«ssuernsten zu gebrauchen. 2) Das gearbeitere Goldvat vor andern Zierrathen, Geschmeide und Geschirrenvon Silber oder andern Metallen den Vorzug, daß esvicht schmutzet, rostet oder anläuft, weis es keine Un-einigkeiten bey sich hak, welches auch von dem ver-goldeten Silber gilt.

Hier ist der Ort, auch des Gebrauches derholdes bey den Alten zu gedenken. Allein, wef-Feder ist hinreichend, alles das zu erzählen und zu^schreiben, was die Alten aus diesem kostbaren Me-kaue gemacht haben? Und wer weiß nicht, daß gleich

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