Gold. 375
jWt welche das angezeigte Verhältniß des Silber- zum Golde,
5 $u 4, am genauesten zutraf. Allein, das jetzige Jahr-hundert hat darin einen gewaltigen Durchschnitt gemacht.
Eine neue Goldquelle eröffnete sich in Brasilien, deren galt«irr Strohm unserm Europa allein zustießt. Es sind nunmehr«der 70 Jahre, daß die Portugiesen, die alten Beherrscherganz Brasilien, den neuen Schatz in ganzen Cenknern nach.Mabon schleppen, und die jährlichen Schiffsladungen davonlwd noch im beständigen Zunehmen. Siehe oben, S. 316.T^irsr Vermehrung verstärkt EuropenS Einkünfte ungefähr um£ An statt 30 Mill. und 50000 Piast. werden jetzt 38 Mill.Piasters, aber zugleich, statt der bisherigen 13 Mill. und500000 Sp. Rthlr. an Golde, nunmehr or Mill. Goldesiäh> lich eingeführt. Diese überwiegen die jährliche Einführevcs Silbers sehr weit; und die Verhältnisse desselben gegenv>e Einführe des Goldes ist, an statt der alten wie 5 zu 4,winmehr wie 17 zu 21, d. i. beynahe umgekehrt wie 4 zu 5.beit der Entdeckung der brasilianischen Reichthümer hat dasGold noch ein stärkeres Uebergewicht bekommen, als solchesdor £ Jahrhundert daS Silber halte. Man bekam vorherlahr!:ch 3; Mill. mehr an Silber als an Golde ; jetzt erhältWar, jährlich an Golde 4 Mill. mehr als an Silber. Und die«se Prvporlion ist als desto gewisser anzusehen, da in den letzten80 Jahren die Einführe des ostindiantschcn Handels sich, beyvergrößerten Handlung dahin, eher vermehrt als vermin»^rt hat; hingegen innerhalb eben diesem Zcilrgume keine be-trächtliche Vermehrung des Silbers bekannt'geworden ist.Doccsr. Achenwall Entwurf einer ooliitschc» Betrachtungüber die Zunahme des Goldes und Abnahme des Silbers in En-rv»a. st. im 17 St der ^annov. gel. Anz, v I 1751.bedanken über vorstehende Betrachtungen von der Zunahme desGoldes rc. st. im 9>* St dersi ». e. d. I.
^chcnwall'o Anmerkungen über diese Gedanken, st. im.n St.d»s. v. I. 175-.
Von dem den Goldarbeitern frey stehenden Ein-kaufe des Goldes, und ihrem Handel damit, stehe imArt. Gold-Arbeirer.
. Bey dem Einkauft des Goldes und der daraus be-^tteten Waaren, hat man sich nach aller Möglichkeit-^.Betrug zu hstren, indem solcher bey diesem sokostbaren und beliebten Metalle größer ist, als bey ir-Aa 4 gend