Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 381

so ist es nicht gar zu aufrichtig; hingegen ist dasselbe*rm, wenn es feine Farbe behalt, und so gar gelberwird. Die sicherste und beste Probe aber ist unstreitigdiese, daß man von dem Golde ein Stückchen abschlagt,solches auf der Lapelle und auf die übrigen oben be-schriebenen Arten laurerr und reiniget, da man denn,wenn solches geschehen ist, mit einer zuverläßigen Ge-wißheit bestimmen kann, wie viel das Gold in seinembehalte, und wie viel Zusatz es habe. Will man sichober auch diese Mühe nicht geben: so kann man sich'üblich auch noch mit einiger zuverläßigen Gewißheitdes Probier- oder Streichsteines bedienen, aufwelchemdas Gold gestrichen, und entweder mit einem andernStückchen Gold, (welches bereits die Probe ausgrhal-Ech hat, und nach selbiger sehr fein, dessen Gehalt abernäher 24 Karat ist, und welches daher Probegold,8r. Or 6'ellai, oder l'oucbesu, heißt,) oder auch mitProbiernadeln, welche hernach beschreiben werde, einStrich dagegen gemachet wird, da man denn aus derSegeneinanderhaltung dieser Striche und Beobachtungber Farbe derselben, leicht beurtheilen kann, ob dasSold gut sey, oder nicht, und wie viel es im Feinenhalte. Diese letzte Art ist denn auch diejenige, derenWan sich in dem dritten Falle, nähmlich bey dem gear-beiteten und gemünzten Golde, bedienet.

Weil jeder Metall eine besondere Farbe hat, undverschiedene Farben, welche unter einander gemischtwerden, so oft eine neue Farbe hervor bringen, alsVerhältnisse der Mischungen statt haben, so müßtelNan billig schon aus der Farbe urtheilen können,ob dieses oder jenes Metall rein, oder ob es mit diesem?ber einem andern Metalle vermischt, und in welcherProportion diese Mischung geschehen ist. So leichtwssen sich indessen diese Farben, da alle Körper an ih-orn Oberflächen beschlagen, und eine andere Farbe an."'SMen, nicht erkennen, und darum streicht man die

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