Gold. 403
genrnaße schätzen kann, ungeachtet jede Unterabtheilungnur auf 3 Pence gerichtet ist. Daferu aber die Zahlder im Wasserwägen fehlenden Pence, doppelt genom-men, die Zahl der Schillinge übertrifft, welche dieMünze, in freyer Luft gewogen, hält: so kann mansicher schließen, daß die Münze mit einem fchlechternMetalle versetzt ist. Man waget z. E. eine Guinee inder Luft, auf vorher angezeigte Art, so stellet man dasSchiebegewicht von dem Striche, der den Werth derGoldmünze auf 21 Schill. anzeigt, vorwärts auf 20,als dem alten Werthe der Guinee, läßt alsdenn denSchneller, wie zuvor, los, und wäget die Münze imWasser. Findet sich das Gleichgewicht, so sieht mandaraus, daß der Guinee zwar 1 Schilling ihres gehö-rigen Gewichtes mangelt, daß sie aber doch gutesGold ist. Muß man aber im Wasserwägen denSchieber eine ganze Eintheilung, und zwar bis auf*9 vorrücken, um das Gleichgewicht zu haben, soZieht man folgenden Schluß daraus. Eine ganzeEintheilung der Scale dieser Wage stellt 1 Schill.oder 12 Pence vor; da nun 12 doppelt genommen,24 beträgt, und die Münze nur 2.2 Schill. in der Luftwiegt: so ist sie mit einem fchlechtern Metalle, alswie Silber, versetzt. Oft findet sich, daß Goldmün-zen vollwichtig, und doch ane schlechtem!, oder mitschlechtem! Metalle versetztem, Golde bestehen; an.dern hingegen mangelt das Gewicht, sie sind aber dochllutes Gold. Und dieses letztere ist der gewöhnlichereFall, da diejenigen, welche Goldmünzen beschneiden,chrcs Vortheils wegen meistentheils nur die guten unduberwichtigen hierzu aufsuchen. Dieses Instrument«un zeigt so wohl das mangelnde Gewicht einer Mün-als auch die Lauterkeit des Goldes.
. Die ganze Erfindung dieser Wage scheint bey Gelegenheitdamahligen großen Verfälschungen der Goldmünzen gc-'chrhcn ,u seyn, um die Leute nur einiger Maßen in Stand zuC c 2 setzen,