406 Gold.
Jahre nach Salomon's Tempelbau, und ioc Iahstvor Christi Geburt, zu vergolden an. Die Larnbrisdeö Capitolium war die erste vergoldete Arbeit, derLuxus aber brachte sie bald von den Tempeln in diePrivatwohnungen. Die Römer besaßen, von derZeit an, die Kunst, das Gold in dünne Platten S*schlagen, wie ganz unläugbar aus dem Plinius, D-33, C. Z, erhellet. Zur Befestigung der Vergoldunghaben sie, bey dem Marmor und solchen Körpern, diekein Feuer vertragen können, vermuthlich sich des Ey'Weißen bedient. Für das Holz machten sie eineComposition, die mit Leim gebraucht wurde, und av^einer glutinösen Erde bestand, worauf sich das Gold s>fest ansetzte, daß man es polieren konnte.
Das Vergolden ist, nach Beschaffenheit derGt»genstände, eine Beschäftigung verschiedener Merallak'beiter, der Mahler, Bildhauer und eigentlich so gt'nannten Vergolder, der Goldlederbereiter, BuchbiN'der«. s. f.
Bey dem Vergolden und Versilbern derfalle, muß zuvörderst die Oberfläche sorgfältigst gerei'niget werden, weil die Vergoldung und Versilberungnicht haftet, wenn nur der geringste Rost oder andereUnreinigkeit darauf bleibt. Dieses Reinigen geschiehtzuweilen nur mit einer Feile, womit man die Obersteche, wenn sie ganz glatt ist, überfahrt. Eine ändertMethode besteht darin, daß man die Stücke, welche jvergoldet werden sollen, mit Kreide und Tripel abre»bet, sie hernach 2 bis 3 Tage in einer Blitze von f** 1 'er gewordenem Wasser mit Rockenmehl oder Kley^stehen läßt, und bey dem Herausnehmen abermahl ab'reibet. Das Silbergeschirr wird zum Glänze mit BilNs'Stein, oder, besonders in den krausen Stellen, uw>in den Winkeln, wo man mit einem Stücke Bims'Stein nicht hinkommen kann, mit den, zu schmältStreifen von verschiedener Feinheit geschnittene», ^