412 Gold.
fort, bis das Quecksilber Lurch das Feuer völlig söge«trieben ist, und bis die Vergoldung durchgängig eineGoldfarbe hat. So wie das Quecksilber abdirnsiet,wird man die Stellen gewahr, wohin kein Gold gekom«tnm ist, und wohin also noch Amalgams gebracht wer«den muß. Das vergoldete Silber wird endlich in Ks'fent abgekühlt, und mit der in Bier oder Essig getunk«ten Kratzbürste gerieben, welches verursachet, daß M*Gold sich noch fester auf das Silber anlegt. Endlich :wird das Geschirr mit Zinnasche und präparirtemBlul« ;
stein gescheuert, und mit demBrunierstahl (s.TH. ,©.71) poliert.
Kleine Stücke, als: Gehenke- Ketkchen u. d. twirft man in ein mit Salmiak vermischtes siedendesWasser, rührt darin mit einem Holze, wirft nach undnach so viel von dem Amalgams hinein, als man auf«
. tragen will, rührt es allemahl wieder um, legt dasStück auf ein heißes Blech oder Kohlen, laßt dasQuecksilber abrauchen, und reibet alles wohl, daß ,egal werde.
Dieser Vorsicht ungeachtet behält die Vergoldungdoch oft einen bleichen Schein, welcher vermuthlichzum Theil von einigen Unreinigkeiten im Quecksilber,zum Theil von etwas wenigem Quecksilber selbst, webcheS nicht gänzlich verflogen ist, herrührt. DiesigUebel hilft man dadurch ab, daß man das Silber, in'dem es aus dem Feuer kommt, mir einer Mischung,die man Glühwacbs, Fr. Cire ä dorer, nennt, be«
' streichet. Das Glühwachs wird geschmolzen, und ausdie vergoldete Arbeit mit einem Pinsel aufgetragen,nachdem man sie vorher mit der Kratzbürste abgeriebenhat. Man läßt das Geschirr so lange auf glühendenKohlen liegen, bis das Wachs abgelaufen ist. Als«denn stteicht man anderes auf, und wiederhohlt diesesso lange, bis das Gold die gehörige Farbe erlange Hai-Endlich wird daö vergoldete Stück in Urin abgekühlt,