Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
411
JPEG-Download
 

Gold.

4H

Argoldlmg röther, aber sie schade« zugleich dem prächtigen^!«n;e des Goldes gar sehr.

Ehe das Amalgam« auf das silberne Geschirr,welches man vergolden will, aufgetragen wird, krähtwan vorher das Geschirr mit einer von feinem Messing-Draht (der wie eine Bürste gleichgeschnitten ist) zufam-^en gebundenen Rraybürste (s. Th. VII, S. 410)

mit Bier ab, damit es völlig glatt werde, und be«^reicht vermittelst eines Pinsels die Stelle, welche manvergolden will, mit Ouick ((Amckwasser, d. i. in^cheidewasser getödtetemQuecksilber). Dieses erweicht,wenn man es durchgängig, wo man vergolden will, auf-Zelragen hat, die Oberfläche des Silbers, daß sie sich^'cht mit dem Golde fest vereinigt. Sollen nur einige^heile eines Geschirres vergoldet werden, z. B. der^cand eines Bechers, so überzieht man die angränzen-den Theile, welche keine Vergoldung erhalten sollen,wit einer dicken Lehmerde, oder mit einem dicken Lehm-hasser , in welches zerriebene Kreide gerührt worden.Soll etwas auswendig am Geschirre matt gelassen wer-den, wird es mit gebranntem und in Wasser aufgelöst-em Weinstein überpinselt. Hierauf schmiert der Gold-Schmied, vermittelst des sogenannten Belragcsrifres(welches eine kupferne oder messingene, an einem Endeetwas aufgeworfene flache Klinge, und, der Gestalt^ch, einem schmalen Spatel ähnlich ist, Fig. 10:34,A weiche Masse auf das Silber, reibet es mit einemAmsel aus einander, und legt das silberne Gefäß im^euer auf einen Fuß oder Rost, oder in ei-

Art von Kasten, welcher auf einem eisernen^stn mit glühenden Kohlen ruhet. Es muß aberö»m öftern umgekehrt werden, weil es sonst Flecken be-kommt. Alsdcnn nimmt er eS vom Feuer, legt es aufEch Tuch in der Hand, und reibet daö Amalgamaw» einer Bürste aus einander, damit es sich an allen^tten gleichmäßig vertheile. Dieses sitzt er so lange

fort,