Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. - 439

schrieben worden, vermittelst eines Pinsels von Dachs-Haaren, auf. Es muß dünn geschehen, und an ei-Nein Orte, wohin die Sonne scheint. Sind eS großeglatte Hintergründe, die ganz übergoldet werden sollen,so muß man wohl io Mahl aufstreichen. 5) Wennolles trocken ist, poliert man beydes, die Gründe unddas Schnihwerk, mit Schachtelhalm. Hernach poliertchan mit einem wollenen Lappen, der in Tripel und3 mnasche, die mit Wasser eingerührt worden, ge-jaucht wird, und fährt damit so lange fort, bis der Fir-niß wie ein Spiegel wird. 6) Wenn die Politur voll-bracht ist, bringt man die Arbeit an einen warmen Ort,und bewahrt sie vor Staub. Darauf gibt man einenAnstrich von der oben, S. 419, gedachten Mischung, mitEinem saubern weichen Borstpinsel, der weder Haare nochschmutz fallen läßt. Dieser Anstrich muß mit einerleichten Hand allenthalben gleich aufgestrichen werden,bannt keine Stelle dicker werde als die andere. Jeweniger man aufstreicht, desto besser ist es. 7 ) DieseMischung muß bis auf einen gewissen Grad trocknen,da sie zur Vergoldung taugt und kleberig zu werden an-fängt, welches man mit Aufdrückung der verkehrtenHand in einer Ecke eines Feldes probiert. Bey Ver-goldung großer Partien legt man den Rand des Gold-Blattes unmittelbar aus dein Buche auf, und öffnetdas Buch nach und nach, so wie man das Blatt auf-breitet, damit es keine einzige Falce bekomme. Die-ses nennt man, aus dem Buche vergolden. EinBlatt kommt neben dem andern zu liegen; je wenigerStücke man hat, desto besser ist es. Bey den Hinter-gründen und dem Schnihwerk wird das Gold, wiebereits erinnert worden, mit Baumwolle aufgedrückt.8) Die Vergoldung wird mit einem recht weichen Pin»stl allenthalben gereinigt und abgewischt; darauf laßt^an sie einige Tage trocknen. 9) Die vergoldetenUnd gereinigten Theile werden mit einem Goldfirniß

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