Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold-Blume.

merfeldes, d. i. des vorigen Winterfeldes, seine vollBeschäftigung hat. Ja, wenn der Winter, wie s,nichs selten geschieht, sich früh und gleich nachMart^einstellt, so ist er kaum im Stande, mit dieftmpelpflügen fertig zu werden; wie sollte er noch Zeit uv'rig haben, vor dem Winter an das Umpflügen derche zu denken? Zweytenö müssen die Schafe vontini an, bis um Johanniö, und hauptsächlich die La>"'mer im Frühjahre von den unumgepflügten Brachst^dern ihre vorzüglichste Nahrung haben. DennAnger - und Waldweide wird an den meisten Orten >stark geschmälert, daß die Weide auf den Brachfeldsdem Schafviehe beynahe allein übrig bleibt. 9^dem Umpflügen der Brache wird aber das WachSthU^der Kräuter gehemmet, und was nachher aufkeiMwird den Schafen zu fett und in gewissen Fällenlich. Drittens ist es wider die vernünftigen Regkwdes Ackerbaues, die mit Rauhfutter zu bestellenden^cker vor dem Winter umzupflügen. Die Brachst"^'te, als: Erbsen, Bohnen, Wicken, erforderndnicht allzu locker gemachtes Erdreich, welches durch tl (zweymahliges Pflügen zu mürbe wird, und ihnendurch die so nöthige Winterfeuchtigkeit, bey denFrühjahre gemeiüiglich erfolgenden so genanntenWinden und stärker» Eindringen der Sonnenstrahlswürde benommen werden, wodurch sie folglich ein G^ßeö am WachSthume verlieren würden.schaffet das Umpflügen der Brachfelder vor demter zu der Vertilgung der Wucherblumen gar keineNutzen. Die Erfahrung lehrt im Gegentheile, ^diese Blumen sich im Sommergetreide in der besten »>'häufigsten Blüthe zeigen. Sollte nun das Pfl"^vor dem Winter ihnen schädlich seyn, so würden sie"so weniger im Sommerfelde fortkommen, welches dPflug im Herbste zur künftigen Saat vorbereitet,mithin die Kälte dadurch ihre aufgepflügten Wurzs