Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold-Blume.

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hinlänglich berühren kann. Daß dieses Unkraut aberungeachtet im Somyierfelbe am häufigsten ange-soffen wird, das muß man, wie ich glaube, den vordem Winter durch den Pflug zerrissenen und vom Fro«l'k keinen Schaden nehmenden Wurzeln zuschreiben,Welche in ihrer Feuchtigkeit im Frühjahre bleiben, unddaher wieder vervielfältigt einwachsen. Weil nun dasSommergetreide nicht zeitig schösset, so wird es vondemselben überwältiget und zuletzt erstickt. Hierausschellet, daß das Umpflügen der Brache vor dem Win«^ einescheilö nicht möglich ist, und anderntheils dasvollkommen der Wucherblume nicht hindert.

', Das beste und sicherste Mittel, das Feld von diesemIchadlichen Unkraute zu reinigen, würde freylich das^usgären seyn. Allein, für große Aemter würde eskostbar und fast unmöglich fallen, weil das Ausga-sn kurz vor und in der Heu- und Kdrnärnde zu ver-achten wäre. Hiernächst kommt das Unkraut bey demAuggäten, zumahl wenn die Erde etwas harr ist, nichtouemahl mit seiner ganzen Wurzel aus der Erde. Eö^'ßk ab, und die Wurzel schlägt in kurzem aufö neuewieder aus, mithin müßte das Güten fo oft wiederhohltch^^en, so oft es wieder aufkeimt. Alsdenn würdeober die Frucht, wenn sie heran gewachsen ist, nicht^enig durch das Zertreten Schaden leiden. Bey einemH^auergute, welches nicht zu stark an Länderey ist, läßtNch das AuSgäten eher anwenden; und ein jeder Bau«öillig mit den Seinigen alle Zeit, die er nurwahren könnte, diesem AuSgäten widmen. So vieloer so wenig auch davon auögerissen wird, so gewinntdadurch doch immer so viel mehr an Früchten, alsas ausgerissene Unkraut ersticken und zu Grunde rich-v n Weder er, noch die Seinigen, sollten in

/v..Feld kommen, daß sie nicht ihre Hände damit be-; und er mag immer mit der leeren Ent-' -Uidigung, daß es bey der Menge dieses Unkrautes

nicht»