Gold - und Silber - Fabrik. 487
Drahtziehers bewenden lassen. Wenn der Draht im^oben bloß auf der Schiebebank, wie gemeiniglichbey den Drahtziehern, gezogen werden soll: so ist diesesein? mühsame und langweilige Arbeit, die der Einrichk-lln 3 einer großen zusammen hängenden Anstalt, worinalle Arbeiten erleichtert werden sollen, wenig gemäßlst. Es ist daher fast unumgänglich nothwendig, daßdie Fabrik ihre eigene Anstalt einer Drahtmühle habe,
daher an einem Flusse erbauet sey. Diese Draht-Mühle würde aber bloß zur Bequemlichkeit bey demTrobdrahrziehen gereichen; denn daö RIeindrahzieshen geschieht auf der Ziehbank und dem Arbeitstischebequem und leicht genug, und erfordert kerne Mühle.Man hat auch gemeiniglich in den Fabriken bey dem^robdrachziehen keine Drahtmühle, sondern bedientstch dabey sowohl der großen Ziehbank, deren Tretraddvn vier Personen in Bewegung gesetzt wird, als derzweyten Ziehbank oder des Abführungstisches. Dereigentlich^ oder Kleindrahtzieher erhalt den Draht, so'"elt ihn der Grobdrahtzieher zuberertet hat, und woer «was weniger als i Zoll dick ist, von der Fabrikuach Gewicht, und liefert eben dieses Gewicht wie«ver, nebst dem Abgang, der durch das Abreißen derspitze bey dem Durchziehen durch die kleinen Köcher,und bey dem Schaben des Silberdrahtes entsteht, und^gleich mit zugewogen wird; daher jeder Drahtzieherüin eigenes Arbeitsbuch hat. Seine Bezahlung oderMeisterlohn bekommt er »räch den verschiedenen Num-mern des Drahtes, wovon Rum. 11 in Deutschland,1 1 i aber in Holland und Frankreich, das hoch-'le Maß und haarfein ist (s. Th. IX, S. 470); je fei-' ?? c der Draht ist, desto höher steigt auch der Lohn.Mach diesen Nummern führt auch die Fabrik ihre Bu-ch^ und Rechnung.
^ l,e Drahtzieher find durch keine geschlossene Gesellschaft»nunigt, und zähle» sich deshalb zn den Künstlern.