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Gold-und Silber-Fabrik.
damischen Waiftnhause, um die Einkünfte davon zu genieße^Da diese Manusactur bis dahin in dem Schindlerschcn Häuftam Moikenmarkte gewesen, so ließ der König, bey Erweitereung der Friedrichsstadt, im I. 17^7, in der WilhelmsstE'unter Dirccti'on des damahligen Staatsministers von Möl'schall, ein eigenes Haus zu dieser Manusactur e>bauen, un«war zugleich daraus bedacht, daß die dabey befindlichen Arbe>'tcr zur Bcwnhnung der erweiterten Friedrichsstadt beytragt"sollten. König Friedrich Wilhelm bestimmte hiernärWzur Betreibung dieser Manusactur, einen so ansehnlichen Fond«daß der Hebit der Tressen und Gespinnstr für das ganze kau"damit hinlänglich befiritten werden konnte; dieser Fonds isu>'de durch königliche'Räthe administrirt, und die Einkünfte->vareu, wie schon gedacht, dem potsdamischen Waiftnhause Wstimmt. Um den Dcbit der Manusactur zu sichern, verordueftder König nicht allein, daß alle Tressen und Gespinnstr »oft.feinsten Silber daselbst verarbeitet werden solitcu, sondern erversah sie auch, unter d, 25 Febr. 17)9, mir einem besondernPrivilegium, welches, außer dem Verboth aller fremden T"!ftn durch das ganze Land, auch den Manufacturschulden, WConcnrftn, vor allen andern Gläubigern den Vorzug gab, I"daß sie als ein x>um coipus anzusehen fty. Die Manusacl",blieb in diesem Zustande, unter königl. Administration,
176z der jetzige König für gut befand, diese Manusactur w>'allen ihren Rechten, ohne Ausnahme, dem nunmehr versterbe«en Hofjuwelier Beitel Heine Ephraim zu übertrage«'so gar, baß die Manusactur noch die Jura piornm corpore"hat ("). Dieser hat dieselbe mit vielen nützlichen Masch»'^bereichert, und viele Arbeiter mehr dabey angesetzt, so,jetzt auch ein ansehnlicher auswärtiger Debit erhaitcu werde«' •Er hat auch durch seine letzte Disposition den ftrucrn Fortgabdieser Manusactur gesichert, ei» ftbr anfthnlicheS Capital M'Fideicommiß gemacht, und einen seiner Söhne, Z ach a r i"Beitel Ephraim, mit königlicher Genehmigung, zumAnministralor ringefttzt. Dieser letztere läßt auch die zur M"«ftclur erforderliche Seide, welche vormahls in Holla«« 9zwirnt und gefärbt werden mußte, in seinem Häuft, auf cwneu dazu eingerichteten Maschinen zurichten und auch falb»wodurch einige hundert Menschen in Nahrung erhalten wer» '
(*J Wegen des Genusses der Jürium pioram gcrporum, f.preusi, Keftripr, v. 24 ^a». 1764.