Gold-Fisch. 515
und wohlgestaltet. Das Männchen ist voln KopfeMehr als den halben Leib hinunter, schön roth, undder üb nge Theil nebst dem Schwänze goldfarbig, wel-ch^ alles einen fo blendenden Glanz hat, daß unserfestes Vergolden nichts dagegen ist. Das Weibchenweiß, der Schwanz und einige Theile des Körpersslnd vollkommen silberahnlich. Ihre Schwänze sindUicht, wie bey andern Fischen, stach und glatt, sondernMachen eine Art von einem dicken und langen Busche,Melchec ihre Schönheit besonders vermehrt. ManMc sie in einem tiefen und weiten Becken, auf dessen^oden eine irdene Pfanne umgekehrt mit Oeffnungenneht, damit sie sich darunter vor der Sonnenhitze ver->bergen können, weil sie, wie schon gedacht, sehr zärt«'ich sind. Drey bis vier Mahl gibt man ihnen in ei-Mr Woche frisches Wasser, dergestalt, daß das frischeMein fließt^ indem das alte abläuft, und also dasdecken nie trocken wird. Man bestreuet auch dieOberfläche mit gewissen Kräutern, die das Wasser stetsgrün und kühl erhalten. Wenn sie die Fische aus ei«New. Gefäße in ein anderes thun wollen, so greifen siedieselben nicht an, weil solches verursachet, daß siebald darauf abnehmen und sterben, sondern sie hebendiöselbeu langsam mit einem Netzchen auf, dessen Oeff-Mryg au einem Reifen befestigt, und das Gewebe sod'cht ist, daß sie frisches Wasser hinein gießen können,^ das alte ablauft. Der Verfasser beobachtete zur^ee, daß einige abstunden, so oft Stücke losgebrannt,oder Pech und Theer geschmolzen wurden. Sie lebenmst von nichts, doch werken diejenigen, die sie füttern,q5 n 3nt zu Zeit Stückchen Teig hinein. Das beste»Utter aber sind Oblaten, die, wenn sich das WasserMein zieht, eine Art von Teig machen, den sie sehreben. . In den heißen Gegenden verwehren sie sichd monn nur der Leich, der auf der Oberflache
es Wassers schwimmt, gehörig abgenommen wird;
Kk 2 denn