Gold-Machen. 541
Goldmacher gegeben habe. Es fragt sich also"ur, ob die Nachrichten, welche man von Leuten hat,vie das Geheimniß besessen haben sollen, wahrscheinlich^nug seyn, um ihnen Glauben zuzustellen, und ob siewenn sie auch wahr waren, vernünftiger Weise^wegen können, Versuche zur Nachahmung anzü«
Was die erste Frage betrifft, st) Muß man die ei«8entliche Beschaffenheit solcher Nachrichten wohl unter«l?Mn. Sie rühren entweder von den Goldmachernlklbst, oder von solchen Personen, die ihre OperationEk angesehen oder gehört haben, her. Die Gvldma-Mr lassen sich in Bekrieget und in redliche Leute ein-teilen. Die erster», deren, wie die allgemeine Er-mhrung lehrt, die allermeisten sind , verdienen keinenDauben. Die letzten, welche keinen Schein dos Be-zuges von sich blicken lassen, können durch einen Be«den sie sich selbst spielen, glauben, daß sie Gold^chen können, da es doch in der That nicht ist. Siekönnen nach vielfältiger Zerlegung und Zusammensetz«ung verschiedener natürlicher Körper, von Ungefähr tuGold heraus bekommen, das schon vorher darinverborgen war; und der Wunsch, daß sie das Geheim»finden möchten, überredet sie, daß sie es wirklichMunden haben. Es kann geschehen, daß sie durchMe Arbeiten einen Körper heraus bringen, der die Far-. b des Goldes, aber nicht feine übrige Eigenschaften/fitzt. Es gibt noch vi"l mehrere Arten, wie sich derEi Efchaffenste Mann, dem es an Geschicklichkeit undmsichr in den chemischen Wissenschaften nicht man«^ ^ ^ffchlich überreden kann, daß er daö Geheimniß,zu machen, besessen habe, oder noch besitze; undfindet daher auch von solchen Leuten so viele fal«ibr ^cheichren, daß man ein sehr strenger Richterorer Versicherungen seyn muß, um sich vor dem Scha«