Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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556
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556 Gold-Schlager.

werden. Findet sich ja ein fremder Gesell ein, so 9 *'ben ihm seine Mitgesellen ein freywilliges GefchegEin Gesell, der sich sehen will, meldet es bloß bey ^Gesellen und ansässigen Goldschlägern. >

Ehedem befanden sich die Goldschläger nur inbürg und Nürnberg; jetzt aber sind sie auch in SJ*'(in, Leipzig, Wien, Hamburg und andern grop cnStädken Deutschlandes anzutreffen. .,

Die Goldschlager sind zwar nicht von solchertigkeit für einen Staat, als die Gold. und Silbergbriken; wo sich aber letztere befinden, auch viele # 1 ‘che Professionisten floriren, welche das Blattgold t^'umgänglich nöthig haben, da ist es allemahl nützlich;dergleichen Goldschläger selbst im Lande zu haben, ^durch deren Fabricaturen Menschenhände beschäftigwerden, und der Ausfluß des Geldes vermindert rvick'Das Gold ist, wie oben, S. 276, fgg. gezeigt worden, ^ter allen Metallen dasjenige, welches am duckitestenoder sich am zartesten unter dem Hammer treiben laß''Allein, dieses versteht sich nur von dem Golde in feighöchsten Feine und Reinigkeit. Wenn da« Goldmit dem achten oder zehnten Theile Kupfer versetzt •!*'so läßt es sich nicht einmahl so gut unter dem Harnettreiben, als vollkommen feines Silber. Daher ko"rren die Goldschläger das Gold nicht ander«, als in Pner höchsten Feine, oder doch mit einem fast unmer'lchen Zusatz, zu ihrer Arbeit gebrauchen. Nichts"mahl Ducatengold ist zu ihrer Arbeit recht brauch"^sondern sie müssen die Ducaten vorher in KönigS^lpauflösen, um dadurch dieselben von den wenigen Gr^Silber oder Kupfer zu reinigen, die sie bey sich habt» >indem sie solche hernach mit Quecksilber niederschlageEinig« Goldschläger pflegen zwar nur die Hälfte^Dukatengoldes, so sie auf einmahlzusammenschnürt /und in die Arbeit nehmen wollen, vorher durch die AMlösung zu reinigen, und die andere Hälfte bey dem 0