Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
557
JPEG-Download
 

Gold-Schläger.

557

saninienschmelzen deö Kalkes so zuzusetzen. Allein,sie an den Kosten der Auflösung gewinnen, das^erlieren sie wieder an der Schwierigkeit der Arbeit.?Oenn, wenn ein fleißiger Goldschläger von höchst fei*kern Golde täglich über ein Loth ein O.uent Gold be-reiten, und daraus über 2000 Blättchen oder 80^uch schlagen kann, so kann er aus Golde, das nurwenigen Zusatz hat, kaum täglich 60 Buch verfertigen.

Da indessen das Gold in seiner höchsten Feine, wie5 ^ durch das Spießglas gegossen, oder durch die Auf-^lung it: Königswasser und Niederschlagung mit Queck-'dilber erhalten wird, allemahl etwas blaß auszufallen?^zt, welches dem geschlagenen Golde nicht daö besteAnsehen gibt; so thun die Goldschläger allemahlwohl,^nn sie von einer Mark Dukatengold den achten Theilunaufgelösek zurück behalten, und solchen hernach beyZusammenschmelzung des Kalkes zusetzen. Und zwarMüssen sie den achten Theil von solchem Ducatengolde,Elches mit Kupfer legiert ist, (so sich durch das Anse-in leicht beurtheilen läßt,) zurück behalten. NochMer soll man, nach des Hrn. v. Jusir Meinung, (in^Ner Abh. von Marrufact. und Fabriken, 2 Th.

^Z6) thun, wenn man alles Gold in Königswasserauflöset, und solches hernach nach Kunkeks Methodejj!* 1 einer stark gesättigten Solution von blauem Vitriolmederschiägt. Das wenige Kupfer, welches sich hierniederschlägt, wird von dem aus Salpeter und Bo-ap bestehende Fluß, den man bey t> m Zusammen-lchmelzen des Kalkes gebraucht, größtentheils verzeh-rt; uud es bleibt nichts dabey, als was nöthig ist,S J ^E»n Golde eine sehr hohe und prächtige Farbe zu

die Goldschläger zu ihrer Arbeit nichts als Du-kengold gebrauchen können, indem, erwähnter Ma-M schlechteres Gold ihnen bey der Reinigung zu viel-'tuhe und Kosten verursachet: so ist ihr Schmelztie-gel