Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Hafen.

die Hafenleuchten, Feuerhaken und Leuchtthür-me; dieses sind nahe am Eingänge erbauere Thürme,die bey Tage den Schiffen den Hafenmund von fernezeigen, und im Nothfalle mit Flaggen, auch wohl mitKanonen, Losungen geben, und jener ihre Signale be-antworten; zur Nachtzeit aber wird ihre Laterne mitLeuchtfeuer erleuchtet, welches weit in die See hineinstrahlt, und wornach die See - Capitäne und Steuer-Leute ihre Fahrt richten, wie im Art. Eeuchtthurmausführlicher zeigen werde.

Was ich bisher gesagt habe, betrifft nur die Meer«oder See-Häfen. Die Fluß- oder Gtrohm-Hä-fen sind weniger wichtig. Auf kleinern Flüssen findendie geringern Fahrzeuge und Nachen, wie auch dieFlöße und Schiffmühlen, leicht bey jeder Buhne undLandzunge einen sichern Ort, hinter welchen sie imSommer gegen heftige Stürme und Wellenschlag sichverbergen, und im Winker, gegen die EiSfahrten ge-deckt, sicher überwintern können. Ein Sandhägeroder eine Insel, ein abgedankter Strohmann mit still-stehendem Wasser, sind für diese Gefäße schon Hafensgenug, sich daselbst vor Anker zu legen, und ein undab zu laden. Eigentlich zu reden, gibt es auf kleinenFlüssen gar keine Hafen, man müßte denn eine Strohm-Bucht oder eine Reihe Pfähle, oder eiserne Ringe,die Nachen anzubinden, mit dem prächtigen Nahmeneines Hafens beehren wollen. Indessen schleppen siedoch eine Menge von Waaren zusammen; und" da siedie Ladungen größerer Schiffe im Lande herum füh-ren, beherbergen sie oft eben so große Ballen als jene.Daher sind in ansehnlichen Handelsstädten des festenLandes ebenfalls große Packhöfe und Waarenniedcrla-gen, wie auch Hebezeugs und Krahne so nöthig, wiein den Seestädten; und zwar, was die Hebezeuge undKrahne betrifft, um so imiv, weil sie sich nur ihrenMasten und Tauwerken nicht so gut behelfen können,