Hafen. 2Z
pten konnten. Weil die dasiget» Häfen sehr brauch«bar geblieben sind, von welchen der alte führ dieKriege-Schiffe des Groß - Sultans bestimmt ist, der andereaber, der neue genannt, den Europäern eröffnet wor«den ist, so wird noch starker Handel daselbst getrieben.
Unter allen aus dem Alterthum bekannten Srädk»en ist keine berühmter gewesen, als Athen, unter «t*dern auch in Ansehung der Güte und Pracht ihres Ha»fens. Diese Stadt, welche in Attica, am ägäischmMeere, lag, war im Jahr der Welt 2496, und 1558Jahre vor C. G. erbauet worden. Der älteste Hafen,dessen sie sich bediente, war der phaleräische; nach derZeit aber verließ man ihn, und suchte einen sicherern,welcher den Windstößen nicht so bloß gestellt wäre.Weil Themistocles, einer der berühmtesten Bürger inAthen, fand, daß der gedachte Meerbusen zum bestenHafen gemacht werden konnte, wußte er in der Zeitseiner Regiments-Verwaltung feinem Vaterlande kei-nen größern Dienst zu thun, als wenn er diesen Meer-Busen zum Schiffswesen einrichtete. Er umgab ihndaher mit einer starken Ringmauer, welche sich vonder Landseite her erstreckte, und noch zwey kleinere Hä-fen in sich begriff. Der erste lag gegen Osten des vo-rigen, zwischen einer kleinen Insel uud dem Ufer, woein WohnplaH, Piräeus genannt, war; der ander«gegen Westen, welchen ein kleiner Meerbusen formir-te, und wo sich ebenfalls ein Wohnplatz, Munychium,befand; beyde Wohnplätze wurden hernach Theile derneuen Stadt, zu welcher Themistocles Anlaß gab.Rings um das Wasser des Haupte Meerbusens wur-den Zeughäuser und Magazine, zum Behuf des See-Wesens und der Handlung, erbauet. Auch ließ The-mistocles prächtige Steindämme anlegen, um die dreyHäfen wider die Gegenwinde aus Süd-West, unddie Meerströhme, welche um das Vorgebirge Colmn-nä im Kreise liefen, zu sichern. Der große Hafen,B 4 wor-