Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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24 Hafen.

worin mehr als 400 Schiffe Raum hatten, diente fürdie bewaffneten Ruverschiffe der Republik, und diezwey andere für die Kaufsahrdeyschiffe.

In dem mittelländischen Meere findet man keineeinzige Insel, wo von Natur mehr Buchten oderKrümmen waren, die sich zu guten Seehäfen schicken,alö die Insel Sicilien. Der schönste unter allen die-sen Häfen war der zu Syracus, der Hauptstadt Si-ciliens. Er war fast oval, und lag an der östlichenKüste Siciliens, in einer Halb-Insel, von Nordengegen Süden, 2620 Toisen, und von Osten gegenWesten beynahe 1600 Toisen lang. Zu seiner Be-deckung harte er an der Nordseite die Stadt, an derSeite gegen Mittag und Abend Gebirge, und von derSeeseite her das Vorgebirge Plemmyrium, auf wel-chem ein festes Schloß stand, und endlich die InselOrtygia. Zwischen dieser Insel und der Stadt warein kleiner Arm des Meeres, aus welchem man einenzweyten kleinern Hafen gemacht, und ihn mit zweySteindämmen geschlossen hatte, so daß nur einschmah-ler Eingang für die Kaufsahrdeyschiffe blieb; denn dergroße Hafen war für die Kriegsschiffe bestimmt.Sonst war noch ein dritter Hafen, Trogyluö genannt,in einer kleinen Bay, an dem nördlichen Theile derStadt, weicher aber wenig besuchet wurde. An derWestseite lag, zur Beschützung des Hafens, eine Cit-tadelle, Olympia genannt. Heutiges Tages ist dersonst so weite und prächtige Hafen zu Syracuö zumTheil verstopft.

Unter den andern Häfen in Sicilien, ist vornehm-lich der zu Messina merkwürdig ; denn er liegt an derMeerenge, der Pharus von Messina genannt, welcherwegen der darin befindlichen heftigen Meerströhme sosehr gefährlich ist, auch wegen der Klippen und deSMeerstrudels, von den Alten Scylla und Charybdis ge-nannt, an dem nördlichen Eingänge des Meerbusens,