Hafen. 45
Pontons wurde» Steine eingeladen. Dieser Ballast NLMOwar so angebracht, daß bey hohem Meere der »«leiste Bodendes Pontons von dem Boden der Hafens nicht weiter abstand,als nöthig war, damit er stott seyn konnte, d. h. man ließ ihnso tief Wasser ziehen, als möglich war; und wenn er alsden»da. wo er seine Dienste thun sollte, sist zu sitzen kam, blieb er,vermöge seiner Schwere, »»erschüttert sitzen, ob gleich derWasserstrohm aus den Schirmen anschlug. Wenn man nunetliche solcher Pontons zugleich ansetzte, so konnte der Wasser«Strohm die im Haftn etwann besindlichen Sandbänke abrcts-sen, oder auch, an Stellen, wo der Wasserzug aus den Schleu-sen schon zu schwach war, d,n Haien tiefer machen.
Diesen Ponton verwandelte Casta'N in ein au« ei-nem Zimmerwerke von Fichter-holz bestehende« Floß,welche« 12 Fuß breit, und sechs Mahl so lang, al«breit, war. Dieses Floß hatte unterwärts einen glat-ten Boden, und auf der einen Seite Sreckpfahle, un-gefähr i Fuß in« Gevierte dick. Zur Zeit der Fluthführte man dasselbe gerade über den Ort, welcher ver-tiefet werden sollte, und ließ die Steckpfähle auf dergegen den Abfluß gerichteten Seite nieder; die ande-re, welche diese Pfähle nicht besaß, mußte sich noth-wendig nach und nach erniedrigen, so wie das Wasserabnahm. Hierdurch bekam das Floß eine tiefe Stell-ung, die abziehende Fluth strich mit großer Gewaltunter der gesenkten Seite weg, und riß alle«, wa«ausweichen konnte, mit sich fort.
Um sich eine deutliche Vorstellung von allem, was zu einemsolchen Floß gehört, zumachen, betrachte man dieFig. 1129 >'),welche einen Theil seines Bodens abbildet, und zwar in derLage, wenn eS stott ist. Dieser Boden liegt auf 4 Länge'-alken,AßCD, Fig. 1129 >), welche ungefähr 17 Zoll im Geviertedick sind- Jeder besteht aus einem Fichttnbaume, welcher ,2Toisen lang ist- Weil aber solche Bäume selten zu findensind, woraus Balken, die von einem Ende zum andern 17 Z.im Gevierte dick sind, gehauen werden können, so leget mansie dergestalt, daß wechselsweift ein dickes und ein dünnes En-de im Floß neben einander kommen. Den zweyten Längebal-ken B leget man, 10 Z. weit vom ersten a, und parallel mit
ihm;