Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
Seite
75
JPEG-Download
 

• Hafen. 75

Weil die Faschinen über dem Wasser in der Luftverwesen, so muß man den Damm nicht gar zu hochüber den Spiegel der See heraus bauen. Um ihmaber seine völlige Höhe zu ertheilen, werden Steinka-sten aufgesetzet, weiche mit großen schweren Steinengcfüllet und hernach mit Bohlen überdecket werden,damit der Wellenschlag keine Unordnung in den Kastenanrichten könne. Einige schlagen die Pfahle, welchediese Kasten fest halten sollen, und daher nicht schwachseyn dürfen, gerade in das Packwerk hinein; Andereaber rammen dieselben gleich Anfangs in den Seegrund.Diese Steinkasten werden auf unterschiedene Art ge-bauct. Wo das Bauholz rar ist, sehen sie wie zwoverzimmerte, wohl verbundene und beschatte Wändeaus, deren innerer Zwisthenraum mit Steinen ausge«füllet wird. Wo man hingegen das Holz nicht zu spa-ren nöthig hat, werden Rahmen über einander gele-get, mit Steinen gefüllet, und oberrvarts mit Boh-len überdecket. Diese letztere Art ist unstreitig jenenWanden weit vorzuziehen. Kein Sturm kann sie zer.schmettern; sie sind auch von längerer Dauer, undkönnen, wenn sie Schaden gelitten haben, leichterausgebessert werden. Der Decke wird eine schrägeAbdachung gegen die Seeseite gegeben, den baldigenAbfluß des aufschlagenden Wassers zu befördern.

Ob gleich die starke Abdachung der Packwerke dieWellen sehr bricht, welche bey einer Tiefe von io bis2° Fuß so außerordentlich hoch eben nicht daher brau-sen, auch der in daö Packwerk eingefahrne Sand dieFaschinen genug belastet, daß sie mit ihren Pfahlspitzensich in den Grund wühlen können: so würde doch einsolches Werk gegen heftige Stürme nicht bestehet», zu-mahl wenn diese die Dgmmlinie von der Seite treffen,wofern nicht die Belastung durch Steinkasten denDamm fest auf den Grund drückte. Eben daher wer-den auch in den Kasten Böden angebracht, rvesche sie

selbst