86 Hafer. (August-) Hafer. (Flug-)
wovon einige Arten bey uns wild wachsen. In enge-rer Bedeutung führt diejenige Art dieses Gewächses,welche als ein Getreide gebauet wird, und ein langesrundes spitziges Korn hat, welches nicht in eigentlichenAehcen, sondern in einzelen Riffen oder Rispen wach-set, diesen Nahmen; da denn sowohl die Pflanzen,als auch die Körner collective Hafer genannt werden.Von dem Hafer und dessen verschiedenen Gattungenund AbarreNj habe (nach der ersten Einrichtung diesesWerkes, da die Pflanzen und Gewächse unter ihrenlateinischen Benennungen abgehandelt werden sollten,)unter dem Art. Avena, im Ix Th. S. 650—709, ge-handelt.
Es ist gut Hafer säen, sagt man im gem. Leben,wenn in einer Gesellschaft eine große Stille herrschet,weil zum Säen deö Hafers windstilles Wetter erfordertwird. Der Hafer sticht ihn, auch nur im g. L., dieguten Tage machen ihn übermüthig; ein von allzureichlich gefütterten Pferden hergenommenes Bild.Pferde, die den Hafer verdienen, kriegen ihr« nicht,Sprichw.
-Laser, (August, oder Äugst-) siehe Th. II, S. 663.
— — (Bart-) siehe ${>.*11, S. 66 > .
— — (Eichel-) siehe Th. H, S. 664.
_ — (englischer) siehe Th. 11, S. 669.
— — (Flug-) siehe Th. H, S. 6; i.
Hafer,
Finnländ. Caura. Wachter leitet es sehr gezwungen»»»abcn,, abnehmen, her, weil plinius saat, daß die Gcrßei» den Hafer auszuarten pflege; Ihre nicht viel wahrschein-licher von dem mittler» Lat. Auerum ein Pferd, zwelcbesdochzum Worte Habe gehört,) weil der Hafer das gewöhnlichsteFutter der Pferde ist. DaS Lat. Auena ist ohne Zweifel mitdem deutschen Hafer verwandt; aus dem elfter« haben dieFranzose» ihr Avoine und von dem letzten ihr Averon.
Viele schreiben dieses Wort Haber, und nähern sich da.'mit der Aussprache des gemeinen Lebens mehr. In der an-ständigern Sprcchart laßt mau sowohl im Hoch - als öbek-reütfche» ei» weiches f deutlich bore».