Hafer-Gras. 89
zuerst die länger» Arme horizontal aus, die kürzernaber stehen noch mit dem Hauptstiele parallel, welchesder Rispe ein überaus artiges Ansehen gibt; endlichbiegen sie sich alle herunter, und die Rispe fängt vonoben an zu blühen.
Das knotige Hafergras, der Rmollhafer, oderdaS RnolleNgrav, Auena panicula nutante, calyci-busbifloris, altero flosculo aristato Rnyai Gramennodosum, auenacea panicula, radice tuberibus prae-dita Banh. & Scheuchz. ist Nur eine Varietät von derjetzt beschriebenen Art, welche eine dickere Wurzel, undKnoten am Halme zeigt, ihren Ursprung dem Umerschie«de des Bodens zu danken hat, und dem Brande sehrunterworfen ist.
DaS HafergraS wächst in vielen Theilen EuropenS,Schweden, England, Frankreich, Deutschland, undliebt einen guten Boden, welcher mäßig feucht ist. Inmagerer Erde und in Sande kommt eö zwar auch fort,wächst aber darin sehr dürftig. ES blüht in hiesigenGegenden jährlich zwey Mahl, nähmlich im May undgegen das Ende des Iul. bis itt den August; und die«fts nicht nur, wenn es gehauen wird, sondern auch,wenn eS stehen bleibt; indem die im Frühlinge nebstden früh blühenden Halmen in Menge befind ichenBlätterbüschel im Sommer zu vollkommenen Halmenerwachsen und die späten Blüthen hervor bringen.
Da dieser Hafer einen langen saftigen Halm, vielelange, breite, weiche Blätter, und eine Menge Blätter«Büschel an jedem Stocke hat, über dies süß undschmackhaft ist: so ist derselbe eins der vortrefflichstenFuttergräser für Pferde, Rindvieh und Schafe. Erdient nicht nur frisch zu verfüttern, sondern auch Heudaraus zu machen, gibt auch ändert» Heue, unterwelchem es in Menge gemischt ist, eine besondere Güte.Er gibt auch, wenn er guten Boden hak, fast noch ein-mahl so viel an grünem Futter und Heu, als andereF 5 Grä-