Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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96 Hafer-Wurzel.

abschneidet. Man kann ohne Mühe urtheilen, wo ungefährder Same in dem Kopse liegt/ und sich in Acht nehme»/daß man ihn nicht beschädiae. hat dieses noch denNn-en, daß man die Samenkörner rein bekommt; denn dieSckeie schneidet die Staubfäden mik ab, welche alsdenn derWmd wegwehet, wodurch man die Mühe, dieselben rein zu

Wachen. e n a es.

Wenn der Same abgenommen ist, laßt man ihnnoch ein Par Tage, auf einem Tuche ausgebreitet, ander Sonne liegen, schwinget ihn hernach, und hebtihn auf. Er ist eigentlich nur im ersten Jahre voll-' kommen gut zu gebrauchen; im zweyten Jahre geht erwohl noch zuweilen zum Theil auf, man darf sich aberkeine sichere Rechnung darauf machen.

2. Große wilde Haferwurzel mir gelbenBlumen, großer Bocksbart, wiefenbocksbarr,wilder Bocksbart, werßbarr, wolfsbarc, Io-fcphsblume, Morgenstern, Tragopogou pmenieluccum C. Bauh. Trag: pogon flore luteo Besl. &J. Bauh. Tragopogon pratense, calycibus corollaeradium aequantibus, foliis integrisstriatis Littn. Engl.greater yellow meadow Goars-beard, Schweb. Sal-fofi, wächst in Deutschland auf unbeschatteten Wiesen,in geräumigen Wäldern, auch zwischen dem Gebüsche,blüht im May und Junius, und stirbt hernach ab.Die ungefähr i Fing<r dicke Wurzel bringt lief in dieE'-de, ist lang, kegelförmig, mit vielen Faferchen be-seht, und auswendig schwärzlich. Die untern Blät-ter sind uncen, wo sie den Stängel umfassen, | Zollbreit, über i Fußlang, stehen dicht zusammen, undgehen spitzig zu. Ihr Blüchstängel wird beynahe 3Fußhoch, und hat an jedem Gelenke ein einzeleö Blatt,welches zwar eben so, als die untern Blätter, gestaltet,aber kleiner ist. Oben aufdem Stä--gel steht eine ein-zele große gelve Blume, welche aus lauter kleinen, wieFischschuppen über einander liegenden, und einen ge-meinschaftlichen einfachen Kelch habenden Zwicter-

Blüm-