Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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134 Hage-Butte.

gemeinen und andern wohlriechenden Arten werden,wegen des flüchtigen Wesens, vorzüglich in die Ner-'ven wirken, ihre Kräfte erhalten, befördern und merk-tich starken, können aber auch wegen dieses starken Ge-ruches, besonders bey empfindlichen Nerven, denKopfeinnehmen und Ohnmachten verursachen. Man ver-fertiget daraus ein abgezogenes Wasser und ein Oehl,wovon iin Art. Rose ausführlicher handeln werde.

Von den Früchten gebraucht man entweder densaftigen Kelch, als das Gehäuse der Samen, oder dieSamen. Sowohl Feld - als Garten - Hagebuttenwerden nicht roh gegessen, noch auch frisch zum Kochengebraucht, sondern entweder theils ganz, theils auchnur das ausgepreßte Mark, mit Zucker eingemacht,oder in Honig eingeleget, oder getrocknet aufgehoben,und alsdenn entweder zur Suppe gekocht, oder mit gro-ßen Rosinen und Wein gesotten, und als eine Componzum Fleisch gespciset, oder in Torten gebacken, oderzum Trank mit Wasser abgekochet, und mit Zuckerversüßet.

Da die großen Garten Hagebutten durchgehendemit lange«» Stacheln besetzt sind, müssen sie vorherdavon befreyet, u»»d aledenn getrocknet werden.Ein die Zeit ersparender Handgriff, sie in Menge aufeinmahl davon zu reinigen, ist folgender. Wenn dieFrüchte ziemlich reif, aber noch nicht moll gewordensind, welches gemeiniglich zu Ende des Augusts undam Anfange des Septenrbers geschieht, werden sie ge-lesen, und, wenn man einige MeHen beysammen hat,in einen groben Sack geschüttet, welcher von zwo Per-sonen an beyden Enden angefaßt, und schnell hin undher gezogen wird. Dieses Verfahren dient dazu, daßsich die Hagebutten die langen starken rauhen Haareeinander abreiben, indem es allzu mühsam seyn wür-de, jeder Frucht »nit einem Messer die Haare, womitsie über und über besetzt sind, abzunehmen. Das Hin-