Hagr-Dutte. 135
und Herschütteln in dem Sacke macht sie bald glatt,worauf sie aufgeschnitten werben, um die Samenkör-ner auszunehmen, wenn zuvor die Spitze, wo derStiel gesessen hat, oben aber der Stern, abgeschnittenworden. Zum Ausklauben der Samenkörner bedientman sich am besten eines unten breit gefchnictenen Hölz-chens, welches das Geschäft sehr fördert. Die gerei-nigten und verputzten Hagebutten werden an der Son-ne, oder in einem mäßig warmen Ofen, getrocknet, undin Beuteln aufbewahret.
Zum Enrmachen in Zucker, werden sowohl dieFeld - als Garten - Hagebutten genommen. Mit je-nen, oder den Früchten von wilden Rosen, (den ei-gentlich so genannten Vütepen) verfährt man folgen-der Maßen. Es werden dieselben, wenn sie hochroth,aber noch hart sind, gesammelt. Man pflücket sie mitden Stielen ab, und suchet solche aus , wo viele aneinem Stiele sitzen. Jede Frucht wird der Länge nachaufgeschnitten, und nachdem die Samenkerne mit vor«beschriebenem Hölzchen heraus genommen worden, wie-der zusammengedrückt. Alödenn siedet man fünfVier-tel Zucker zu einem Pfunde Hagebutten so dick, daßer, wenn man ihn im Löffel kalt bläset, dick zu werdenanfängt; schüttet hierauf die Wiepen hinein, und laßtsie sieden, bis sie klar werden, und weichlich zu seinanfangen. Hiernächst drückt man von anderthalb Ci-tronen den Saft hinzu, läßt es zusammen noch einwenig kochen, biö der Zucker, wenn er im Löffel er-kaltet, dick genug ist. Frucht und Syrupp werden, .wie gewöhnlich, in Gläser gefüllet und verwahret.
Die großen Gartenhagebutren werden zum Einmu-chen in Zucker also behandelt. Die reifen, aber nochnicht teigicht gewordenen Früchte werden nach kurzvorher angezeigter Vorschrift, von ihren Stacheln ineinem Sacke entlediget. Alsdenn schneidet man sie,aber nicht, wie die vorigen, der Länge nach, auf, son-I 4 dem