13 6 Hage-Butte.
dem es werden nur an jeder Frucht die Blätter obenweggeschnitten, und Lurch die gemachte Oeffnung alleKerne nebst den dazwischen sitzenden Härchen herausgehohlet. Hierbei) muß man sich in Acht nehmen, daßdiese Härchen nicht an die Haut kommen, weil sie, wiebereits erwähnet habe, ein empfindliches anhaltendesJucken veranlassen. Die solchergestalt von den Kernenentledigten Früchte werden alsdenn auf gleiche Weise,wie die Feldhagebutten, mit Zucker behandelt.
Die wilden oder Feld-Hagebutten kann man auchkalt einmachen. Man hat, in dieser Absicht, die wil-den Rosenknöpfe zu kochen nicht nöthig, sondern mangießt nur, wie oben gelehrt worden, den warmen Zuckerdarüber, kläret ihn nach einigen Tagen ab, verdicketihn, und wiederhohlt solches so lange, bis er dick ge-nug bleibt. Die auf solche Art eingelegten Früchtebehalten eine bessere Farbe und ein frischeres Ansehen.Man läßt an den Stielen auch wohl Laub sitzen, so se-hen die Früchte aus, als wenn sie frisch gepflückt wä<ren. Bey dieser VerfahrungSart thut man wohl, daßman die von den Kernen befreyten Wiepen noch einPar Tage liegen läßt, damit sie ein wenig teigicht wer«den; indem es leicht geschehen kann, daß sie von demzwar übergegossenen Zucker doch nicht weich genug wer«den möchten; es wäre denn, daß man die Früchte we-niger weich haben wollte.
Hagebutten - Conserve , wird also verfertigt.Man thut aus reifen Hagebutten die Kerne heraus,läßt sie ein Par Tage liegen, daß sie teigicht werden,und reibet sie alsdenn durch ein Haarsieb. Hernachthut man so viel Zucker hinzu, als die durchgeriebenenFrüchte wiegen, setzt sie in einer Pfanne über ein ge-lindes Kohlfeuer, und rührt sie beständig um, bis siehart genug werden. Hierauf kann man den Teig inFormen drücken, und daraus machen was man will.