Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
Seite
143
JPEG-Download
 

Hage-Butte. 143

und fand ihn wohlschmeckend. Aus Dankbarkeitschickte er etwas Mehl an Hrn. Schirm!) zu wetternVersuchen, welches dieser zu Milchsuppen und Eyer-Kuchen anwenden, auch Brodteig darin auswirkenließ, und in jeder Art gut befand. Zwar schmeckte dieHagebutte vor, aber gar nicht widrig; auch bemerkteer, daß das Mehl gar ungemein quoll. Im Lüne-burgischen hat man ebenfalls aus diesem Mrhle Brod,Kuchen und Zwieback gebacken, und dasselbe auch z»Suppen und Breyen nützlich befunden. Wenn mandieses Mehl auch nicht zum Genuß für Menschen an.wenden wollte, könnte es doch mit Nutzen für dasVieh statt geschrokener Trespe gegeben werden.

No. ;5 des Leip;. Im. 231 - v I. 177S. 402.

Der Lö». Grsßdrirr Lhurf. Vraunschw. Lnneb. Landwirch-schaftsgesellschasr Nnchrichren rc. 2 Band, Zelte >772, g690, fflij.

Die braune Farbe, welche das alte Holz desFeldrosen-oder wilden Hagebuttenstrauches annimmt,wenn man seine Rmde abgelöset hat, und, welcheWetter und Sonne gut aushält, verleitete Hrn. 1 ).Siesserr, mit dieser Rinde, die er am Ende des Au.gustmonathes hatte sammeln lassen, Versuche in Ab-sicht zum Färben anzustellen. Die Rmde des altenHolzes ist äußerlich braun, und bekommt beym Ab-trocknen auch auf der innern Seite diese Farbe; dievon den jünger« Aesten hingegen grün, und wird aufder Holzseue nur grau. Diese ließ sich um gedachteZeit noch gut ablösen, jene aber lag schon ziernlich festam Holze. Die Versuche, welche Hr. Siefferk im 1St. seiner versuche mit einheimischen Farbemacerien,zum Vkutzen der Färberey, Alcenb. 177;, gr. 8. S.*88, fgg. erzählt, waren folgende.

1 . Am Ende des Heibjimonaches machte er aus gedachterRmüe, welche anderthalb Pfund betrug. alle und jungeunle» einander gemischt, auf gewoh bche Art eine Brü-he, deren Farbe dem braunen Piere ähnlich sah, im Mun-ds anfänglich jusammea zog, und bald daraus bitter

schmeckte.