142 Hage-Butte.
gebe» die Hagebutten wirklich wider den Stein einkräftiges Mittel ab. Man läßt, in dieser Absicht,die im späten Herbste, oder auch rm Winter gesammel-ten ganzen Fruchte, ohne sie zu öffnen und zu reinigen,auf dem Oft» trocknen, und hernach im Mörser feinzerstoßen, durchsieben, Las Mehl in einer Büchse auf-bewahren, und zum Gebrauch davon einen oder zweyKaffelöffeichen voll «n >imm öcößel oder Quart Wassergelinde abkochen, und dieses Decocc trinken. Es gleichtdasselbe einer gemeinen Mehhuppe, hat auch fast ebensolchen Geschmack. Das Hageburtenmehl quillt stark,worauf man bey Bereitung dieser Suppe Bedachtnehmen muß, damit sie nicht zu dick weide. Ich be-haupte zwar nicht, daß der Stein dadurch zermalmetwerde; so viel aber ist gewiß, daß dadurch die kleinenSteine, der Sand und Gries ausgeführet werden,und der Abgang des Urins merklich befördert wird.
JO. HOFfiRI, fil. obl! de admirandis frud.ium cynosbacos in c»I>culo eiseclibus, st. in Actor. H.lvet. Vol. 11, Basil. 1755 , 4 .
47 — 49.
Die stacheligen Rörner oder Samen sind auchin der Oekonomie zu gebrauchen. Hr. Past. Schi-räch meldet, daß sicb ein gewisser Freund von ihm die-se Körner (welche auf die Straße geworfen zu werdenpflegten, damit solche nicht von ungefähr mit derDüngung auf das Feld kämen, und daselbst zu Sträu-chen aufwüchsen,) seit einigen Jahren auögcbeten ha-be, um ein dienliches Hülfsmittel für das Hornviehdaraus zu bereiten; in den theuern Jahren 1770 und1771 aber sey ihm eingefallen, zu versuchen, ob mannicht Mehl daraus machen könnte. Er ließ die Kör-ner an der Sonne oder am warmen Ofen wohl abtrock-nen, rieb und säuberte sie von den kleinen Stacheln,vermittelst eines Staubsiebes, und schickte sie alödennin die Mühle. Hier erhielt er ein ziemlich weißesMehl, welches ungefähr wie das Mittelmehl von Wei-hen aussah. Er ließ einen Wasserbrey davon kochen,