Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Hagel. 163

ihnen nicht genug widerstehen können, danieder zuschlagen vermögend. Denn da der Regen das Ge-treide niederlegt, was muß man nicht von den schwe-ren Hagelsteinen befürchten! Solche Schloßen, wor-an sich im Herabfallen unzählige Regenttopfen anhän-gen, die daran zu Eis frieren und ihre Schwere ver-mehren, schießen mit noch größerer Geschwindigkeitnieder, weil sie eine immer dichtere Luft antreffen, jenäher sie an die Oberfläche der Erde kommen. Dennda eine dichtere Luft einem darin sich bewegenden Kör-per stärker, als eine dünnere, widersteht: so wird auchdie Wirkung deö Hagels, die der Gegenwirkung be-ständiggleichist, desto größer, und feine Geschwindig-keit wächst in gleichen Zeiten des Herabfallenö; daherist es kein Wunder, daß er alödenn alles danieder wer-fen, zerschlagen, und die Körper der Menschen und Thiereverletzen kann.

Eine und eben dieselbe Wolke, woran man deuobern, mittlern und untersten Theil unterscheiden kann,kann sich zu gleicher Zeit in Luftgeaenden von verschie-dener Wärme befinden; denn je höher der Dunstkreisvon der Oberfläche der Erde absteht, desto kälter ist er.wenn bey Tage großer und schwerer Hagel entste-hen soll, so müssen i) die Sonnenstrahlen In denobersten Theil der Lust wirken; 2) ein mittlerer Theileiner dichten Wolke, dessen Höhe oder Dicke wenig-stens 60 Fuß beträgt, muß sich in einer kalten Gegendder Luft befinden, worin die Dünste gefrieren, und sichleicht in Schnee verwandeln können; z) der untersteTheil dieser Wolke muß in einer wärmern Luft schwe-ben. Wenn diese Umstände beysammen sind, so wer-den die Dünste des obersten Theiles der Wolke von derGewalt, womit die Sonnenstrahlen in dieselbe wirken,verdünnet und erwärmet, hierauf aber gegen den käl-tern mittlern Theil der Wolke, auf den sie häufig herabfließen, bewegt, woselbst sie sich mit den vorhandenenL 2 Schnee«